Wiener Polizei rettet Familie dank cleverem SOS-Handzeichen eines Mädchens!

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Am 3.12.2025 rettete ein Mädchen mit einem SOS-Handzeichen seine Mutter und Geschwister vor einer potenziellen Entführung.

Am 3.12.2025 rettete ein Mädchen mit einem SOS-Handzeichen seine Mutter und Geschwister vor einer potenziellen Entführung.
Am 3.12.2025 rettete ein Mädchen mit einem SOS-Handzeichen seine Mutter und Geschwister vor einer potenziellen Entführung.

Wiener Polizei rettet Familie dank cleverem SOS-Handzeichen eines Mädchens!

In Wien bahnte sich am Sonntagabend ein besorgniserregender Vorfall an, der mit viel Glück glimpflich ausging. Ein 39-jähriger Iraker versuchte offenbar, seine von ihm getrennt lebende Frau und deren zwei Kinder zu entführen. Der Mann, der auch der leibliche Vater des Säuglings ist, hatte bereits ein verlängertes Betretungsverbot. Er muss sich nun in Untersuchungshaft verantworten. Laut den Berichten des Kurier wurde der Vorfall durch einen Verkehrsunfall am Neubaugürtel ausgelöst, als ein aufmerksamer Beamter das SOS-Handzeichen eines sechsjährigen Mädchens auf der Rückbank bemerkte.

Das mutige Handzeichen, das als Ausdruck von Hilfe verstanden wird, rettete das Mädchen, ihre Mutter und den Säugling vor einer potenziellen Entführung. Die Wiener Polizei zeigt, dass sie in der Lage ist, schnell und umsichtig zu handeln, insbesondere durch regelmäßige Schulungen, in denen Beamte lernen, nonverbale Signale von Gewaltopfern zu erkennen. Das Handzeichen hat sich inzwischen als ein wertvolles Werkzeug in der Prävention von Gewalttaten etabliert. Beispielhaft dafür sind zwei weitere Fälle aus diesem Jahr:

Wichtige Rückendeckung durch die Polizei

Wie Kurier berichtet, konnte eine 14-Jährige in Innsbruck, die in einer Straßenbahn angegriffen wurde, mit dem Handzeichen auf sich aufmerksam machen und die Polizei alarmieren. Ein weiterer Fall betraf eine Frau, die von ihrem Freund bedroht wurde. Sie nutzte das Handzeichen auf einem Parkplatz, was einem Passanten auffiel, der wiederum umgehend die Polizei informierte. Diese Vorfälle demonstrieren eindrucksvoll die Bedeutung des SOS-Handzeichens als Kommunikationsmittel in Notsituationen.

Die Schulungen zur Erkennung solcher Handzeichen gehen über die Polizei hinaus. So planen die ÖBB, internationale Handzeichen in ihre Programme aufzunehmen, während auch die Wiener Linien ihre Mitarbeiter darauf sensibilisieren, nonverbale Signale in Gewaltsituationen zu erkennen. Klaudia Frieben vom Österreichischen Frauenring fordert eindringlich mehr Bewusstsein in der Bevölkerung für das Handzeichen und dessen Wirksamkeit.

Hilfsangebote und Unterstützungsnetzwerke

Ein weiteres wichtiges Thema ist die Unterstützung von Frauen in Gewaltsituationen. Gewalt ist inakzeptabel, und Betroffene werden ermutigt, Hilfe zu suchen und sich jemandem anzuvertrauen. Die Caritas hat verschiedene Beratungsdienste und Anlaufstellen für Frauen und Migrantinnen eingerichtet, um Hilfestellung zu bieten und die nötige Unterstützung bereitzustellen. Informationen über diese Angebote sind auf der Webseite der Infopoint zu finden.

Darüber hinaus hat der Bundesverband der Frauenberatungsstellen in Deutschland ein hilfreiches FAQ zum Thema Gewaltschutz veröffentlicht. Dieses ist nicht nur in einfacher Sprache, sondern auch in Englisch verfügbar. Hier können Betroffene wertvolle Informationen und Materialien finden, um sich in ihrer Situation besser zurechtzufinden. Eine wichtige Anlaufstelle ist das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“, das unter der Nummer 08000 116 016 erreichbar ist.

Diese Ereignisse und die Verfügbarkeit von Unterstützungsangeboten verdeutlichen einmal mehr, wie essenziell es ist, dass in der Gesellschaft ein Bewusstsein für das Thema Gewalt gegen Frauen herrscht und wie wichtig es ist, die Möglichkeiten zur Hilfe und Sicherheit zu kennen.