Flughafen Salzburg: Strategien für die Zukunft und neue Verbindungen!
Erfahren Sie, wie Salzburgs Flughafen unter Wettbewerbsdruck steht und strategische Veränderungen plant, um Passagiere zu gewinnen.

Flughafen Salzburg: Strategien für die Zukunft und neue Verbindungen!
In Österreich stehen die Regionalflughäfen derzeit unter verstärktem Druck. Hohe Standortekosten, der scharfe Wettbewerb um Fluggesellschaften und saisonale Verkehrsschwankungen setzen den Betreibern zu. Wie airliners.de berichtet, wirtschaften einige Flughäfen erfolgreich, während andere um ihr Überleben kämpfen. Insbesondere die strategische Positionierung und die Anbindung an größere Hubs sind für kleinere Flughäfen entscheidend, um im internationalen Verkehr bestehen zu können.
Besonders der Flughafen Salzburg, der hinter Wien die zweitgrößte Bedeutung in Österreich hat, spielt eine zentrale Rolle. Die Geschäftsführerin der Einrichtung, Bettina Ganghofer, berichtet stolz von über 30 Direktverbindungen. Auch wenn Salzburg emotional unter der fehlenden Anbindung an Wien leidet, bleibt der Flughafen ein unverzichtbares Tor für Wintertouristen aus Großbritannien, Skandinavien und Deutschland.
Herausforderungen und Chancen
Mit bis zu 100 Flugbewegungen an 15 Chartersamstagen kann der Flughafen an einem einzigen Tag bis zu 20.000 Passagiere abwickeln. Das Einzugsgebiet umfasst vier bis fünf Millionen Menschen, darunter viele aus angrenzenden Bundesländern und Teilen Bayerns. Durch eine enge Anbindung an das internationale Flugnetz gelingt es dem Flughafen, viele Reisende zu erreichen, vor allem in den Sommermonaten.
Das interessante an Salzburg ist die geographische Lage zwischen den großen Hubs in Wien und München, die als Flankensicherung dienen. Während der Pandemie musste Austrian Airlines die Verbindung nach Wien leider einstellen, was für die Region einen emotionalen Rückschlag bedeutete. Dennoch verfolgt Ganghofer eine auf Mehrwert ausgerichtete Strategie, um eine Vielzahl an Direktverbindungen zu bieten und Umstiege zu vermeiden. Zu den aktuellen Verbindungen zählen wichtige Drehkreuze wie Frankfurt, Istanbul und London. Verbindungen zu weiteren Destinationen, insbesondere in Spanien, Italien, Frankreich und an die Ostküste der USA, wünscht sich die Geschäftsführerin ebenfalls.
Strategien zur Stärkung der Regionalflughäfen
Auf dem Expertenforum „Luftfahrt 2025“, das am Flughafen Linz stattfand, wurde die Rolle der Regionalflughäfen für die österreichische Wirtschaft erörtert. Über 80 Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Luftfahrt und Tourismus nahmen teil. Wie tips.at berichtet, wird die dringende Notwendigkeit gemeinsamer Strategien zwischen diesen Bereichen betont, um die Luftfahrtbranche stark und wettbewerbsfähig zu halten. Der Präsident der Aviation Industry Austria, Julian Jäger, stellte heraus, dass die Branche mehr als 25 Milliarden Euro Wertschöpfung erzeugt und über 240.000 Arbeitsplätze direkt oder indirekt schafft.
Die Einführungsmaßnahme der Flugabgabe durch das Budgetbegleitgesetz 2011 ist ein weiterer Hemmschuh für die Regionalflughäfen. Nach bmf.gv.at unterliegt die Abgabe allen Abflügen von Passagieren österreichischer Flughäfen und ist somit sowohl für Salzburg als auch für andere Flughäfen relevant.
Um die Wettbewerbsfähigkeit zu fördern, plant der Flughafen Salzburg massive Investitionen in eine neue Terminallandschaft, die auf zwei Millionen Passagiere ausgelegt ist. Diese Maßnahme ist mit Kosten von etwa 105 Millionen Euro verbunden und soll bis 2033 realisiert werden. Dabei ist die Altlastensanierung eine große Herausforderung, die vor allem die Beseitigung chemischer Stoffe aus Löschschaum umfasst. Dennoch sieht Ganghofer in den Mitarbeitern das größte Asset des Flughafens und setzt auf deren Engagement, um zukünftige Passagiere zu gewinnen.
Insgesamt bleibt abzuwarten, wie sich die Lage der Regionalflughäfen in den kommenden Jahren entwickeln wird. Klar ist jedoch, dass es einer starken Partnerschaft zwischen Politik, Wirtschaft und Tourismus bedarf, um diesen wichtigen Bestandteil der österreichischen Infrastruktur zu stärken.