Mietenvergleich: Warum München von Wien lernen sollte!
Wien bietet Mietpreise von 10 €/m² und vorbildlichen geförderten Wohnungsbau. Ein Vergleich mit München beleuchtet die Unterschiede.

Mietenvergleich: Warum München von Wien lernen sollte!
Die Mietpreise in Wien sind seit jeher ein heißes Thema. Aktuell liegen die Mieten hier bei rund 10 Euro pro Quadratmeter, was die Stadt zu einem attraktiven Ort für Wohnungssuchende macht. Dies steht im krassen Gegensatz zu München, wo die Mietpreise laut Mietspiegel bei 15,38 Euro pro Quadratmeter beginnen – und das ohne die Nebenkosten für Strom und Heizung. Neubauwohnungen können dort sogar bis zu 30 Euro pro Quadratmeter kosten, wie die Abendzeitung München berichtet.
Elke Hanel-Torsch, Abgeordnete der SPÖ, hebt hervor, dass Wien eine umfassende Strategie zur Schaffung von Wohnraum verfolgt, die nicht nur die Mietpreise stabilisiert, sondern auch für eine soziale Durchmischung sorgt. Über 220.000 Wohnungen gehören der Stadt Wien, was jede vierte Wohnung ausmacht. Anders als in München, wo seit 2010 zwar 14.000 Sozialwohnungen gebaut wurden, diese jedoch durch den Verlust der Bindung nicht zu einem steigenden Bestand geführt haben, werden geförderte Wohnungen in Wien in der Regel nicht entzogen, es sei denn, die Bewohner kaufen sie selbst.
Geförderter Wohnbau in Wien
In Wien wird beim geförderten Wohnbau große Wert auf Qualität, Ökologie und soziale Nachhaltigkeit gelegt. Das Modell der Wohnbauförderung schafft umweltgerechten Wohnraum zu leistbaren Mieten und sorgt dafür, dass nahezu die Hälfte der geförderten Wohnungen als besonders günstige SMART-Wohnungen errichtet wird. Das Auswahlverfahren für diese Wohnungen ist streng und orientiert sich an ökonomischen wie ökologischen Aspekten sowie der Architektur. In der Bundeshauptstadt wird zudem ein Drittel der Neubauten über die Wohnberatung Wien vergeben, um eine soziale Durchmischung zu gewährleisten, wie die Wohnberatung Wien erläutert.
Bei Vertragsabschluss für geförderte Wohnungen müssen Eigenmittel aufgebracht werden. Dies gilt auch für geförderte Eigentumswohnungen, wo ein Teil des Kaufpreises sofort zu zahlen ist, während der Rest langfristig abbezahlt werden kann. Durch dieses System wird die Sanierung und Modernisierung von Wohnungen in Wien gefördert, was gleichzeitig die Lebensqualität in den Stadtteilen erhöht.
Einkommensgrenzen für geförderte Wohnungen
Ein weiterer Vorteil des Wiener Modells sind die breiteren Einkommensgrenzen für den Zugang zu gefördertem Wohnraum. Die Einkommensgrenze für Einzelpersonen liegt bei rund 61.280 Euro netto jährlich. In München hingegen beträgt diese über 100.000 Euro brutto, was die Hürden für Geringverdiener deutlich höher ansetzt. Hier eine Übersicht der Einkommensgrenzen für geförderte Mietwohnungen in Wien:
| Personen | Einkommensgrenze (Jahr) | Einkommensgrenze (Monat) |
|---|---|---|
| 1 Person | 61.280 € | 4.377,14 € |
| 2 Personen | 91.320 € | 6.522,86 € |
| 3 Personen | 103.330 € | 7.380,71 € |
| 4 Personen | 115.360 € | 8.240,00 € |
| jede weitere Person | +6.730 € | +480,71 € |
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Wien mit seinem durchdachten Konzept im sozialen Wohnbau nicht nur für günstigere Mieten sorgt, sondern auch ein Vorbild für andere Städte sein kann. In München plant die SPD, neue Wege zu gehen, um soziale Wohnungsbau-Unternehmen zu fördern. So wird der Weg für eine wirkliche Verbesserung der Wohnsituation in Städten vorbereitet.