Heute ist der 26.02.2026 und die Vorfreude auf den Eurovision Song Contest (ESC) in Wien wächst. Israel wird von Noam Bettan vertreten, der im Alter von 27 Jahren als Sieger der beliebten Talentshow Hakochav Haba, auch bekannt als „Der nächste Star“, ausgewählt wurde. Bettan, der aus einem Vorort von Tel Aviv stammt und in Ra’anana aufwuchs, hat bereits ein Album veröffentlicht und konnte sich im Finale der Show durchsetzen. Die Finalshow fand in Neve Ilan statt und wurde von Assi Azar und Rotem Sela moderiert. Bettan konnte sich gegen drei weitere Finalisten behaupten, von denen die besten drei in die Superfinalrunde kamen.
Seine Nominierung für den ESC ist für ihn eine große Herausforderung. Er äußerte, dass es sich anfühle, als würde man sich in die „Höhle des Löwen“ begeben. Bettan ist multilingual und spricht Französisch, Hebräisch und Englisch, was ihm in der internationalen Musikszene sicherlich zugutekommen wird. Laut einem internen Komitee wird sein Song, den er im Mai präsentieren wird, Wörter in diesen drei Sprachen enthalten.
Debatte um die Teilnahme Israels
Die Teilnahme Israels am ESC war in den letzten Monaten ein heiß diskutiertes Thema. Während Bettan als Nachfolger von Yuval Raphael antritt, haben Länder wie Spanien, Irland, Island, die Niederlande und Slowenien aus Protest gegen das Vorgehen Israels im Gazastreifen den 70. ESC in Wien boykottiert. Diese Kontroversen werfen einen Schatten auf das Event und die Vorfreude auf die musikalischen Beiträge.
Israel hat seit seinem Debüt im Jahr 1973 insgesamt 46 Mal am Eurovision Song Contest teilgenommen und viermal gewonnen. Interessanterweise hat Israel nie den letzten Platz belegt und erreichte seit der Einführung der Halbfinals im Jahr 2004 in 13 von 20 Fällen das Grand Final. Dies zeigt, dass die israelische Musikszene stark und wettbewerbsfähig ist und Noam Bettan mit seinem Talent und seiner Leidenschaft eine großartige Chance hat, das Land erneut erfolgreich zu vertreten.
Ein Blick in die musikalische Zukunft
Noam Bettan ist ein aufstrebender Künstler, der bereits 2018 an einer anderen Musikshow, Aviv or Eyal, teilnahm und dort den dritten Platz belegte. Seine ersten Singles „Buba“ und „Madam“ haben in Israel bereits für Aufsehen gesorgt. Nach seinem Sieg in Hakochav Haba äußerte er: „Ich bin so aufgeregt! Es ist eine unglaubliche Ehre, das Land zu vertreten.“ Diese Entschlossenheit und Begeisterung könnte ihm helfen, beim ESC einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.
Die diesjährige ESC-Teilnahme wird auch im Kontext der politischen und sozialen Herausforderungen, mit denen Israel konfrontiert ist, betrachtet. Die angespannte Lage im Gazastreifen und die internationalen Reaktionen darauf können die Stimmung und den Empfang des Wettbewerbs beeinflussen. Dennoch bleibt die Hoffnung, dass die Musik Brücken bauen kann und der ESC eine Plattform für kulturellen Austausch und Verständigung bietet.
Für weitere Informationen über die Teilnahme Israels am Eurovision Song Contest, besuchen Sie bitte Deutschlandfunk Kultur oder Eurovision World.