In Wien wird der Umgangston oft als direkt und ungeschönt beschrieben. Über die charmante Unfreundlichkeit und den typischen Wiener Humor – bekannt als Wiener Schmäh – diskutiert der Podcast „Inside Austria“. Hier wird die Frage aufgeworfen, ob internationale Besucher:innen den spezifischen Humor der Einheimischen nicht ganz nachvollziehen können. In der aktuellen Episode wird das Phänomen des „Grants“ und die wienerische Art, Humor zu vermitteln, näher beleuchtet.
Wienerinnen und Wiener sind bekannt für ihre einzigartige Mischung aus Freundlichkeit und direkter Ansprache. Diese charakteristische Art des Humors ist in der Stadt tief verwurzelt. Der Duden beschreibt „Schmäh“ als eine Art Kunstgriff oder Schwindelei, die in der österreichischen Umgangssprache mehrere Facetten hat. Durch Scherze und Sprüche hinterlässt der Wiener einen bleibenden Eindruck, auch wenn dieser oft mit einer Prise Ironie und Zynismus gewürzt ist. Der Schmäh ist also mehr als nur ein Wort – er spiegelt eine ganze Lebenshaltung wider.
Die Verbindung von Grant und Schmäh
Was charakterisiert eigentlich den „Grant“? Hierbei handelt es sich um eine spezielle Art der Unzufriedenheit, die oft humorvoll geäußert wird. Gespräche mit Einheimischen, Expats und sogar einer Stadtpsychologin im Rahmen des Podcasts zeigen, dass dieses Phänomen Teil der großen Wiener Lebensweise ist. Die Wiener betrachten ihren Grant nicht als negative Eigenschaft, sondern vielmehr als Teil ihrer Identität und als eine Möglichkeit, auf spielerische Art mit Schwierigkeiten umzugehen. Spiegel schildert dies anschaulich und legt dar, dass die Wiener durch ihre spezielle Ausdrucksweise und ihren Humor eine besondere Chile der Lebensqualität schaffen.
In der internationalen Reiseliteratur wird Wien häufig als ein gemütliches Volk beschrieben, das in der Lage ist, viel zu singen und zu essen – ohne die Fähigkeit zu verlieren, humorvoll zu meckern. Das stellt eine charmante Kombination dar, die sowohl freundlich als auch direkt ist. Wikipedia spricht von „hintergründigem Humor“ und dem Gefühl, dass hinter einem Witz viel mehr als nur der effektive Witz selbst liegt.
Wiener Schmäh als kulturelles Erbe
Für viele Besucher in Wien ist der Umgang mit der eigenen Unfreundlichkeit oft ein Kulturerlebnis. Der Wiener Schmäh ist nicht nur ein Element der Kommunikation, sondern auch eine Form der Kunst, die selbst von renommierten Kabarettisten wie Josef Hader und Reinhard Nowak mit viel Witz und Intelligenz geprägt wird. Letzterer beschreibt die Form des Miteinanders als „derb-liebenswert“, was für viele zum charismatischen Bild der Stadt beiträgt.
Der Wiener Schmäh und der Grant sind also nicht nur Worte, sondern tragen erheblich zur Lebensqualität und zur besonderen Identität der Stadt bei. Es ist diese kommunikativen Eigenheiten, die Wien zu einer der faszinierendsten Städte der Welt macht – sowohl für Einheimische als auch für Besucher aus aller Welt.





