Was tut sich in der Wiener Spieleszene? Ein frischer Wind weht durch die Stadt, dank James Patton und seinem neuesten Werk, „Duskpunk“. Der Brite, der seit 2013 in Wien lebt, hat sich in der Welt der Indie-Games einen Namen gemacht. Nach mehreren erfolgreichen Projekten, darunter die Cyberpunk-Management-Simulation „Spinnortality“, hat er Ende 2025 „Duskpunk“ veröffentlicht, das bereits positive Kritiken bekommen hat. Patton startete seine Reise in die Videospielentwicklung 2013 mit ersten Hobbyprojekten und wagte im Jahr 2018 den Schritt in die Vollzeitproduktion.
In der Düsternis von Dredgeport, einer Stadt voller Gangs und Korruption, verschlägt es die Spieler in eine Geschichte, die stark inspiriert ist von den Indie-Hits wie „Citizen Sleeper“ und dem grafischen Stil von „Dishonored“. Spieler schlüpfen in die Rolle eines Ex-Soldaten, der fälschlicherweise für tot gehalten wurde, und sind gefordert, ihre Ressourcen wie Gesundheit, Hunger, Geld, Zeit und Stress geschickt zu managen. Im Gegensatz zu vielen anderen Spielen wird der Fokus hier auf Entscheidungen und Erzählung gelegt – Kämpfe sind nicht Teil des Spiels, was es zu einem einzigartigen Erlebnis macht, das stark an tabletop RPGs erinnert. „Duskpunk“ feiert seinen Release auf Steam zu einem Preis von 14,99 USD, zusätzliche Rabatte eingeschlossen.
Ein bisschen Blümchen und Butterbrot für die Indie-Szene
Wie macht man bedeutende Projekte möglich? Tatsächlich brauchen viele Indie-Entwickler wie Patton externe finanzielle Unterstützung. Ein Blick in andere Regionen zeigt, dass in Südhessen und dem Rhein-Main-Gebiet Initiativen ins Leben gerufen wurden, um Entwicklern bei der Kostenbewältigung zu helfen. Dies könnte als Beispiel für Wien dienen, wo kreative Studios oft auf Fördergelder angewiesen sind, um ihre ambitionierten Ideen umzusetzen, wie der Branchenverband „game“ betont. Patton hat sich schon lange als ein wichtiger Teil dieser innovativen Gaming-Landschaft bewiesen.
Besondere Beachtung findet auch das Vorhaben von Eduard Dobermann, der mit seinem Spiel „Swing by Swing“ ein entspanntes Baumfäller-Erlebnis kreiert. Dobermann gründete 2021 das Studio Turtle Knight Games und beantragte Fördermittel, um sein Team weiterhin beschäftigen zu können. Solche Programme sind für kleine Firmen lebenswichtig, um nicht nur ihre Projekte, sondern auch Arbeitsplätze zu sichern. Diese Dynamik zeigt, wie wichtig es ist, innovative Spieleentwicklungen in Wien und darüber hinaus zu fördern.
Von den industriellen Landschaften in „Duskpunk“ bis zu den grünen Ausblicken in „Swing by Swing“ – die Wiener Spieleszene ist ein Schmelztiegel kreativer Köpfe, die jeden Tag mit frischen Ideen auftrumpfen. Langsam, aber sicher macht sich die Steampunk-Welt von Patton einen Namen und zeigt, dass in Wien einiges an Potenzial steckt. Wer sich selbst ein Bild machen möchte, kann eine Demo des Spiels ausprobieren und sich vielleicht in die düstere Geschichte von Dredgeport fallen lassen.
Am Ende bleibt nur die Frage: Wer wird als Nächstes die Welt der Videospiele aufmischen? Eines ist sicher, die Hoffnung auf Förderungen und kreatives Schaffen bleibt eine treibende Kraft in dieser lebhaften Branche.