Wien blüht auf! Am 1. Oktober 2025 fand im Wiener Rathaus die feierliche Preisverleihung des mittlerweile 17. Fotowettbewerbs „Blühendes Zuhause“ statt. Rund 700 Hobbygärtner*innen haben dieses Jahr ihre grünen Oasen vorgestellt und sich in verschiedenen Kategorien messen lassen. Die Vizebürgermeisterin und Wohnbaustadträtin Kathrin Gaál unterstrich in ihrer Ansprache die hohe Bedeutung des Gartelns in der Stadt und lobte die engagierten Teilnehmer. “Gärtnern bringt nicht nur Farben in unsere Umgebung, sondern stärkt auch den Gemeinschaftssinn”, so Gaál.

Die Jury, unter dem Vorsitz des bekannten Biogärtners Karl Ploberger, ermittelte die besten Gärten, Balkone und Indoor-Oasen. Insgesamt wurden Preise in fünf Hauptkategorien, drei für urbanes Gärtnern sowie zwei Preise für Social Media verliehen. Besonders spannend: Es wurden auch Anerkennungspreise für kreative Umsetzungen im urbanen Bereich vergeben. Dies zeigt, wie wichtig das Thema urbanes Gärtnern in Wien geworden ist, wo in den letzten Jahren eine echte Blütezeit dieser Bewegung stattgefunden hat.

Die Gewinner des Wettbewerbs

  • Schönstes Blumenkisterl: Claudia Wilke (18. Bezirk)
  • Schönster Balkon: Anita Blatterer (7. Bezirk)
  • Schönste Terrasse: Bernhard Endrich (16. Bezirk)
  • Schönster Garten: Eveline Weiss (10. Bezirk)
  • Schönster Indoor-Garten: Valentina Vich (17. Bezirk)
  • Social Media-Preise: Flora Buchinger und Robert Simbürger
  • Anerkennungspreise: Andreas Hofbauer und Sebastian Berger
  • Preise für urbanes Gärteln: Snjezana Cikarevic, Sonja Bachmayer und Anna Szostak-Weingartner

Die Preisträger konnten sich über Gutscheine und Sachpreise von der Bank Austria, Obi und Cewe freuen, sowie über Garten-Bücher von Karl Ploberger. Wie immer konnten sich auch die kleinsten Gärtner freuen – insgesamt wurden 11 Kindergartengruppen für ihre Einsendungen geehrt. Dieser Wettbewerb hat ein Herz für alle Altersklassen und weiß die kleinen Gärtner*innen zu fördern.

Urban Gardening im Trend

Doch der Wettbewerb zeigt nicht nur die individuelle Kreativität der Teilnehmer, sondern spiegelt auch einen größeren Trend wider: Urbanes Gärtnern geht durch die Decke. Städtische Gärten auf Dachterrassen, in Hinterhöfen und auf brachliegenden Flächen tragen zu einem nachhaltigen Lebensstil bei und verbessern das städtische Ökosystem erheblich. RM Kurier hebt hervor, dass die Förderung der lokalen Lebensmittelproduktion und die Verbesserung der Luftqualität nur einige der Vorteile sind, die urbanes Gärtnern mit sich bringt.

Gemeinschaftsgärten erweisen sich als beliebter Ort für Nachbarn, um zusammenzukommen und sich auszutauschen. Sie fördern nicht nur soziale Kontakte, sondern auch das Wohlbefinden der Anwohner. Hier zeigt sich, dass Gärtnern weit mehr ist als nur ein Hobby – es wird zur Antwort auf den Klimawandel und zur Reduzierung des CO2-Fußabdrucks. Die Integration von Grünflächen in architektonische Konzepte wird ebenso gefordert, um das Stadtbild lebendiger zu gestalten und die Umwelt zu entlasten.

Auch die Stadt Wien hat im Rahmen des Wettbewerbs gezeigt, wie man Gärtnern noch besser fördern kann. Die bereits bestehende Plattform Stadt Landwirtschaft Wien unterstützt Hobbygärtner:innen und regt dazu an, eigene Pflanzenparadiese zu schaffen, sei es auf dem Fensterbrett, Balkon oder Garten. Bei einem Blick auf die vielen schönen Einsendungen wird schnell klar: Das Gärtnern hat Hochkonjunktur und macht die Stadt ein Stück lebenswerter.