In der Künstlerszene Wiens tut sich viel – und das ist auch gut so! Vom 8. bis 14. März 2026 lädt die Galerie Frei.Haus in der Wiedner Hauptstraße 30 zu einer besonderen Ausstellung ein. Die Künstlerin Viveka Biondic stellt unter dem Titel „The Dress“ zahlreiche Werke aus, die sich mit den Themen Weiblichkeit, gesellschaftliche Rollenbilder und Selbstbestimmung auseinandersetzen. Es geht um mehr als nur um Mode; die zentrale Botschaft lautet: „It’s not the dress that makes the woman. It’s the woman that makes the dress.“

Die Ausstellung verspricht großformatige Acrylbilder auf Leinwand und innovative Werke auf Aluminium und Messing. Die Fotografien und Malereien laden dazu ein, über die Illusion von Kleidern ohne tatsächlichen Stoff nachzudenken. Biondic legt ihren Fokus auf Präsenz, Haltung und innere Stärke. Sie möchte die Betrachter:innen anregen, sich mit der Vielschichtigkeit von Geschlechterrollen auseinanderzusetzen.

Vernissage und Rahmenprogramm

Die Vernissage findet am 8. März um 19:30 Uhr statt und wird musikalisch umrahmt. Besonders spannend sind die nachfolgenden Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung: Am 10. März gibt es ein Improvisationstheater, gefolgt von Live-Aktzeichnen am 11. und einem „Tea for Free“ am 12. März. Den Abschluss bildet die Finissage „Disco Cabine“ am 13. März. Die Galerie möchte damit nicht nur Kunst präsentieren, sondern auch ein Ort des Austauschs und der Begegnung sein.

Genderrollen im Wandel

Gleichzeitig spiegelt die Ausstellung aktuelle gesellschaftliche Themen wider. In der heutigen Gleichstellungspolitik geht es darum, geschlechtstypische Rollenvorstellungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu überwinden. Die Ergebnisse einer Umfrage zeigen, dass rund 70 % der Befragten der Meinung sind, Männer und Frauen sollten sich gleichberechtigt um den Haushalt und die Kinder kümmern. Dennoch denken immer noch 40 % der Befragten, dass Frauen die besseren Betreuerinnen für kleine Kinder sind – ein Hinweis darauf, dass alte Denkmuster nach wie vor existieren. Immerhin bewerten Männer und Frauen in Bezug auf akademische Ausbildung und politische Führungskompetenzen inzwischen gleich.

Ein Blick auf die Kunstgeschichte zeigt, dass Frauen oft im Schatten ihrer männlichen Kollegen stehen. Sie wurden bis ins 19. Jahrhundert abfällig als „Malweiber“ bezeichnet und hatten es schwer, Zugang zu Kunstakademien zu finden. Diese Barrieren haben sich zwar verbessert, aber der Kampf um die Gleichberechtigung in der Kunstwelt dauert an. Die London Royal Academy of Art öffnete 1860 die Türen für Frauen, während in Deutschland die Akzeptanz erst 1919 folgte.

Die Künstlerin Viveka Biondic und ihre Ausstellung „The Dress“ sind daher Teil einer längst überfälligen Diskussion darüber, wie Kunst und Gesellschaft die Rolle der Frauen sehen und werten. Die Galerie Frei.Haus wird somit nicht nur zum Ausstellungsraum, sondern auch zu einem Forum, um über Selbstbestimmung und Gleichheit im Kontext von Geschlechterrollen zu reflektieren.

Für weitere Informationen über die Ausstellung und die Künstlerin besuchen Sie bitte www.vie-beyond-art.com.

Die Ausstellung wird unterstützt vom Kompetenzzentrum für Menschen mit Essstörungen, sowhat, und in Kooperation mit Ars Flagranti – Kunst & Stahl. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall!

Bleiben Sie gespannt auf die Entwicklungen in der Kunstwelt und setzen Sie ein Zeichen für Gleichberechtigung und Vielfalt – sowohl in der Kunst als auch im Alltag!

Die Veranstaltung steht im Einklang mit der fortlaufenden Diskussion über Genderrollen in der Gesellschaft, die durch aktuelle Forschungsberichte angestoßen wird. So wird beispielsweise deutlich, dass stereotype Aufteilungen in der Familien- und Erwerbsarbeit weiterhin Einfluss auf die gesellschaftliche Wahrnehmung von Geschlechterrollen ausüben.