In wenigen Tagen wird die malerische Kulisse von Cortina d’Ampezzo zum Schauplatz der Paralympischen Winterspiele 2026, und eine Gruppe talentierter Schülerinnen und Schüler der Tourismusschulen MODUL hat die einmalige Gelegenheit, Teil dieses bedeutenden Ereignisses zu sein. Vom 6. bis 15. März werden sie im Österreich-Haus für das Catering und den Service verantwortlich sein, einem zentralen Ort für Athleten, Delegationen und Gäste, das als Kommunikationsplattform für Sport, Wirtschaft, Tourismus und Medien dient.
Am 4. März fand die offizielle Verabschiedung des MODUL-Teams am Wiener Hauptbahnhof statt, wo Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien, die talentierten jungen Leute ermutigte. Schulleiter Werner Schnabl hob die enorme Bedeutung praktischer Erfahrungen bei solch großangelegten Veranstaltungen hervor. „Es ist nicht nur eine große Verantwortung, sondern auch der Höhepunkt des Schuljahres“, äußerte er sich stolz über das bevorstehende Engagement.
Praxisnahe Ausbildung im Fokus
Die Tourismusschulen MODUL setzen mit diesem Einsatz einen klaren Schwerpunkt auf praxisnahe Ausbildung, die für den Wirtschafts- und Tourismusstandort Wien von großer Bedeutung ist. Das Team von zehn Schülern, unterstützt von vier Supervisoren unter der Leitung von Didier El Senosy, wird täglich bis zu 600 Abendessen und 100 Personalessen zubereiten. Damit zeigen die Schülerinnen und Schüler handwerkliche Exzellenz und die österreichische Gastfreundschaft, eine Fähigkeit, die in der Branche hoch im Kurs steht.
Bei der Vorbereitungen für die Olympischen Spiele wurde das Team mit umfassendem Equipment ausgestattet. So stehen beispielsweise sieben Rollcontainer und acht Paletten für den Transport bereit, etwa 350 kg Berufswäsche sowie 360 kg Wein und Sekt wurden ebenfalls bereitgestellt. Die Vielzahl an Lebensmitteln aus Österreich summiert sich auf 550 kg und eine spezielle Prosciutto-Maschine für Vulcano-Schinken runden die kulinarische Präsentation ab. Insgesamt beläuft sich der Wert an Waren und Ausstattung auf etwa 15.000 Euro, was zeigt, dass beim Catering nichts dem Zufall überlassen wird.
Ein besonderes Erlebnis
Die Teilnehmer werden in zehn Einsatztagen mit mehreren hundert Gästen täglich konfrontiert, was diese Erfahrung besonders lehrreich und herausfordernd macht. Die Schülerinnen und Schüler haben bereits bei zahlreichen internationalen Großveranstaltungen mitgewirkt und bringen damit wertvolle Erfahrungen mit. „Teamarbeit, Servicequalität und professionelles Auftreten unter Druck sind Skills, die sie hier perfektionieren werden“, erklärt Ruck.
Die Wichtigkeit der Veranstaltung wird nicht nur von der Schulleitung erkannt, sondern auch von sportpolitischen Organisationen. Das Österreichische Paralympische Committee (ÖPC) spielt eine entscheidende Rolle in der Förderung des paralympischen Sports und unterstützt Athleten mit Behinderungen. Die Paralympischen Spiele gelten als die drittgrößte Sportveranstaltung der Welt und stehen unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Alexander van der Bellen. Das Hauptziel des ÖPC ist es, sportliche Talente zu fördern und ihnen die Teilnahme an den Spielen zu ermöglichen, während auch das Augenmerk auf die Nachwuchsförderung von Kindern und Jugendlichen gerichtet ist.
So heißt es für das MODUL-Team am 6. März: „Auf zur Paralympics!“ Alle Augen sind gespannt auf die lehrreiche Zeit, die diese Jugendlichen in den kommenden Tagen erwarten wird.