Heute, am 28. Februar 2026, ist die Wiener Theaterlandschaft in Aufregung. Ein altbekanntes Gesicht ist zurück auf der Bühne: Johanna Wokalek, die über 16 Jahre Publikumsliebling am Burgtheater war. In ihrer Rolle als „Alma“ unter der Regie von Paulus Manker hat sie sich einen Platz in den Herzen vieler Theaterbesucher gesichert. Jetzt ist sie in Wien als Mitglied des Volkstheaters aktiv und spielt derzeit die eindrucksvolle Inszenierung „State of the Union“ von Nick Hornby, gemeinsam mit ihrem Kollegen Tjark Bernau.

Das Stück ist mehr als eine bloße Aufführung; es ist eine Reise durch die Untiefen von Beziehungen. Es behandelt Themen wie Liebe, Kommunikation und die ständige Angst vor Einsamkeit in einer Ehe. Wokalek und Bernau zeigen das Paar in einer Eheberatungssitzung und verraten, wie beide Protagonisten mit ihren Differenzen umgehen. Die humorvolle Dynamik zwischen den Charakteren macht das Stück lebendig und nachvollziehbar. Dieser besondere Zugang wurde von Tjark Bernau betont: „Der Gesprächsfaden in der Beziehung sollte nie abreißen“, was ein zentrales Element des Stücks verdeutlicht.

Theater in Bewegung

Was das Volkstheater mit „State of the Union“ einzigartig macht, ist die Entscheidung, die Aufführungen in verschiedenen Bezirken Wiens abzuhalten. An Orten wie Volkshochschulen und Vereinszentren möchte man eine breitere Öffentlichkeit erreichen und das Theater fernab der klassischen Bühnen zugänglicher machen. Die Idee dahinter ist, dass das Theater ein gemeinschaftliches Erlebnis ist, das auch in den entlegensten Ecken der Stadt stattfinden kann. Wokalek hebt hervor: „Das Theater ist ein Erlebnis, das man gemeinsam hat – im Vergleich zum Film ist das ganz anders.“ Diese besonderen Umstände schaffen eine direkte Verbindung zwischen den Schauspielern und dem Publikum, was Theater zu einem lebendigen Dialog macht.

Die Rückkehr von Wokalek ist nicht nur für sie persönlich bedeutend, sondern auch für die Wiener Theaterszene. Ihr kulturelles Gewicht und ihre langjährige Erfahrung bringen frischen Wind. Nach einer musikalischen Lesereise durch Deutschland und Österreich ist sie nun bereit, mit „State of the Union“ das Wiener Publikum zu begeistern und neu zu inspirieren. „Die Reduktion auf das Wesentliche im Theater ist etwas, das ich sehr schätze“, sagt sie, während Bernau anfügt, wie wichtig es ist, die Essenz von Beziehungen zu beleuchten.

Das Volkstheater, welches sich mit der Inszenierung von Hornbys Stück stark in den Stadtteilen positioniert, zeigt sich innovativ und nahbar. Für all jene, die mehr über das Volkstheater erfahren möchten, ist ein Besuch auf www.volkstheater.at empfehlenswert. Dort gibt es aktuelle Informationen über das Programm und spannende Einblicke in die vielfältige Theaterwelt.

Auf die Frage, wie sich die Kombination von Humor und tiefen Themen auf die Zuschauer auswirkt, erklären die beiden Schauspieler, dass der Schlüssel darin liegt, den Menschen zu zeigen, dass sie in ihren Herausforderungen nicht allein sind. „Es geht darum, die Zuschauer zum Nachdenken zu bringen und ihnen zu zeigen, dass Beziehungsgeschichten keine Einbahnstraße sind“, so Wokalek. Schließlich bleibt zu hoffen, dass der Kontakt zwischen den Zuschauern und den Darstellern weiterhin bestehen bleibt – nicht nur während des Stücks, sondern auch darüber hinaus.

Wie geht es für das Volkstheater weiter? Man darf gespannt sein, welche weiteren kreativen Ansätze in der nächsten Zeit vorgestellt werden. Nur so viel: Der Schatz der Wiener Kultur wird jede Menge Überraschungen bereithalten!

Für mehr Informationen über die Tourneen von „State of the Union“ und viele weitere spannende Stücke, bietet sich auch ein Blick auf die Presse des Volkstheaters an. Hier finden sich zahlreiche Details zu kommenden Veranstaltungen, die auf alle neugierigen Theaterfreunde warten.