Wien hat sich auf den Weg gemacht, den Süden der Stadt grüner und lebenswerter zu gestalten. Zusammen mit der benachbarten Region Niederösterreich arbeitet Wien engagiert am Ausbau eines Grüngürtels, insbesondere in den Bereichen Kaiserebersdorf und Rothneusiedl. Diese ambitionierte Initiative zielt darauf ab, nicht nur die Lebensqualität der Anwohner:innen zu verbessern, sondern auch den stetigen Anforderungen des Klimawandels Rechnung zu tragen. Ein Blick auf die aktuellen Entwicklungen zeigt, dass da einiges in Bewegung ist.

Neue Wohnprojekte im Blick

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In Kaiserebersdorf stehen in den nächsten 10 bis 15 Jahren die Bauarbeiten für rund 5.000 neue Wohnungen an. Gleichzeitig wird in Rothneusiedl ein Pionierstadtteil auf 124 Hektar geplant, in dem bis zu 21.000 Menschen in 9.000 Wohnungen leben sollen. Doch nicht alles ist eitel Wonne: Stadtplaner kritisieren den fortwährenden Verbrauch von versiegeltem Boden, was eine Herausforderung für die nachhaltige Entwicklung darstellt kurier.at.

Gleichzeitig wird Rothneusiedl mit einem Drittel klimawirksamer Grün- und Freiflächen ausgestattet, darunter 25 Hektar, die öffentlich zugänglich sein werden. Diese Flächen sind essenziell, um den städtischen Hitzeinseleffekt zu mildern – ein Drang, der Städte nachweislich in den letzten Jahren stark betroffen hat, wie die WHO ermittelt hat. Diese Maßnahmen unterstützen nicht nur den Klimaschutz, sondern verbessern auch das allgemeine Wohlbefinden der Bevölkerung.

Innovative Kooperationen für den Grüngürtel

Die Kooperation „Landschaftsbogen 5 plus 3“ bringt insgesamt drei Wiener Bezirke (Favoriten, Simmering, Liesing) und fünf Umlandgemeinden (Schwechat, Lanzendorf, Leopoldsdorf, Hennersdorf, Vösendorf) zusammen. Ein gemeinsames Ziel dieser Zusammenarbeit ist die Entwicklung eines zusammenhängenden Landschaftsraumes. Dieser soll nicht nur Naturraum und landwirtschaftliche Nutzung verbinden, sondern auch Raum für Freizeit und Naherholung bieten. Vor allem der Erhalt des Grünraumes ist Teil des Stadtentwicklungsplans, der langfristig die Lebensqualität in Wien sichern soll.

Mit groß angelegten Renaturierungsmaßnahmen entlang der Liesing entsteht eine „Naherholungsperlenkette“, die den Erholungswert der Umgebung steigern soll. In Weichseltalweg wird ein großzügig begrüntes Wohngebiet entstehen, was einen positiven Beitrag zur Stadtentwicklung leistet bmwsb.de.

Förderprogramme für grüne Städte

Angetrieben durch ein Förderprogramm zur Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel, das der Bund im Jahr 2020 ins Leben rief, werden in vielen Kommunen Maßnahmen ergriffen, um die städtische Umwelt zu verbessern. In den vergangenen Jahren sind bereits über 300 Projekte realisiert worden – ein Schritt in die richtige Richtung! Dieses Programm zielt darauf ab, Risiken aus extremen Wetterereignissen wie Dürre oder Starkregen zu mindern und gleichzeitig die Biodiversität in Städten zu sichern.

Die Vorteile der Schaffung urbaner Grünflächen sind unumstritten: Sie binden Kohlenstoff, fördern frische Luft und erhöhen den Lebenskomfort. Wichtig ist auch die Vernetzung dieser Flächen, um eine umfassende Durchgrünung zu erzielen, was nicht nur der Umwelt, sondern auch der Gesundheit der Bewohner:innen zugutekommt. Durch die Vernetzung von Radrouten und die Reduktion des Durchzugsverkehrs sollen Alltagsverbindungen zu den neuen Wohngebieten verbessert werden fraunhofer.de.

Aufwertung der Erholungsräume

Ein weiteres Herzstück dieses Projekts ist die Aufwertung des Erholungsraums „Goldberg“ und die Schaffung einer durchgängigen Erholungsachse vom Ufer der Liesing bis zum Hauptbahnhof. Auch Detailverbesserungen, wie die bessere Beleuchtung von Radwegen, stehen auf der Agenda. Hohe Lebensqualität in der Stadt kann nur durch eine kluge, klimaangepasste Stadtgestaltung erreicht werden. Das Ziel ist klar: Wien soll nicht nur grün, sondern auch angenehm zu leben sein – und das mit einem besonderen Blick auf die Herausforderungen des Klimawandels.