Die Bezirksinitiative in Rudolfsheim-Fünfhaus hat sich zum Ziel gesetzt, Menschen mit niedrigem Einkommen zu unterstützen und gleichzeitig Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Der Sozialmarkt des Samariterbundes Wien steht dabei im Mittelpunkt. Angeboten werden hier Lebensmittel, Hygieneartikel und Alltagsbedarf zu reduzierten Preisen. Diese Waren stammen von Supermärkten und Produzenten, die sonst drohen, weggeworfen zu werden. Damit wird nicht nur den Bedürftigen, sondern auch unserer Umwelt geholfen.
Besonders die Aktion „Kauf’s ein, gib’s rein“ hat in recenten Wochen mehr Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Die Bezirksvorstehung stellte ein Spendenwagerl in ihren Büroräumen auf, das es den MitarbeiterInnen ermöglicht, Lebensmittel und Hygieneartikel für den Sozialmarkt zu kaufen und zu spenden. Diese Initiative kommt zur rechten Zeit, da haltbare Lebensmittel und Hygieneprodukte besonders nachgefragt werden. Bezirksvorsteher Dietmar Baurecht (SPÖ) und Georg Jelenko, Leiter der Sozialmärkte, zeigten sich erfreut über die große Resonanz dieser Aktion.
Eine gesunde Gemeinschaft unterstützen
Der Samariterbund hat sich über die lokale Initiative hinaus viele Projekte vorgenommen, um Menschen in schwierigen Lebenssituationen zu unterstützen. Jährlich wird an mehreren Tagen ein Zeichen gegen Armut und Lebensmittelverschwendung gesetzt, wie hier berichtet. Der Internationale Tag gegen Lebensmittelverschwendung, der Welternährungstag und der Tag der Armut zählen zu den Eckpunkten der Aktivitäten.
Über 1,555.000 Menschen in Österreich sind armuts- und ausgrenzungsgefährdet, darunter jedes fünfte Kind. Diese Zahlen werfen ein Schlaglicht auf die soziale Ungleichheit, die sich in der Gesellschaft verstärkt. Die Initiative „Nachernten“ hat das Ziel, unperfektes, aber intaktes Obst und Gemüse zu retten und an die Samariterbund-Sozialmärkte zu liefern. Hierdurch wird gesunde Ernährung für einkommensschwache Menschen ermöglicht und gleichzeitig der Abfall reduziert.
Gemeinsam gegen Hunger
Zusätzlich zur Nahrungsmittelversorgung bieten die Samariterbund Sozialmärkte auch warme Speisen im Rahmen des „Samariter Suppentopf“ an, der sich gezielt an armutsbetroffene Menschen richtet. Diese Maßnahmen sind Teil eines umfassenderen Ansatzes, der langfristige Perspektiven schaffen möchte. In Zusammenarbeit mit der Armutskonferenz wird an nachhaltigen Lösungen in Bereichen wie Langzeitarbeitslosigkeit, Therapieplätze, Wohnen und Bildung gearbeitet.
In einer Zeit, in der viele Menschen mit existenziellen Fragen konfrontiert sind, ist dieses Engagement umso wichtiger. Es wird immer deutlicher, dass der Einsatz gegen Armut und Lebensmittelverschwendung in ganz Österreich eine gemeinsame Verantwortung ist. Die Aktionen in Rudolfsheim-Fünfhaus sind ein leuchtendes Beispiel dafür, wie jede:r Einzelne durch kleine Gesten Großes bewirken kann. Gemeinsam können wir ein Zeichen setzen und der Armut den Kampf ansagen!