In Penzing wird der Umwelt und der Nachhaltigkeit ein großes Augenmerk geschenkt. Die kostenlosen Reparatur-Cafés der Volkshochschulen (VHS) bieten eine hervorragende Möglichkeit, kaputte Geräte und Gegenstände gemeinsam zu reparieren. Am 9. März und 13. April 2026 können alle Interessierten von 16 bis 19 Uhr im Demontage- und Recyclingzentrum (DRZ) in der Vogtgasse 29 vorbeischauen. Das Motto „Reparieren statt Wegwerfen!“ steht dabei im Mittelpunkt und soll dazu beitragen, die Ressourcenschonung zu fördern und die Lebensdauer von Geräten zu verlängern. Gerade in Zeiten, in denen die Kurzlebigkeit von Elektrogeräten und Werkzeugen sowohl die Haushaltsbudgets als auch die Umwelt belastet, sind solche Initiativen von großer Bedeutung.
Die Reparatur-Cafés bieten eine offene und unterstützende Atmosphäre, in der man gemeinsam an defekten Geräten arbeiten kann. Ab 2024 wird die VHS in Kooperation mit dem Repair Team Wien agieren, um noch mehr Unterstützung zu bieten. Mitzubringende Geräte sind tragbare Haushaltsgeräte, Unterhaltungselektronik, Handwerkzeuge und vieles mehr. Besonders interessant ist das Angebot an 3D-Druck für Ersatzteile sowie Hilfestellungen bei der Fehlersuche oder beim Löten. Geräte, die unter Garantie oder Gewährleistung stehen, Smartphones, Tablets, Großgeräte wie Waschmaschinen sowie Fahrräder und medizinische Geräte können jedoch nicht repariert werden. Weitere Informationen und Termine sind auf der Website der VHS zu finden: www.vhs.at/reparaturcafe.
Vielfältige Reparaturmöglichkeiten
Die Vielfalt der reparierbaren Gegenstände in Repair-Cafés ist beeindruckend. Dazu gehören nicht nur kleine Haushaltsgeräte wie Toaster und Kaffeemaschinen, sondern auch Holzgegenstände wie Möbel und Spielzeuge. Im Bereich der mechanischen Geräte können Fahrräder, Kinderwagen oder Rollatoren in Stand gesetzt werden. Auch Textilien, von zerrissener Kleidung bis hin zu abgenutzten Stofftieren, finden hier eine zweite Chance. Die Ehrenamtlichen sind oft leidenschaftliche Bastler, die ihr Wissen und ihre Fähigkeiten gerne teilen. So können Besucher nicht nur ihre defekten Gegenstände reparieren, sondern auch gleich noch neue Fähigkeiten erlernen.
Ein Schritt in Richtung Nachhaltigkeit
Repair-Cafés sind nicht nur ein Ort für praktische Hilfe, sondern auch eine wertvolle Initiative zur Förderung von Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft. In Europa landen viele Gegenstände im Müll, die durchaus repariert werden könnten. Hier setzt die Idee der Repair-Cafés an, die nicht nur den Abfall reduzieren, sondern auch das Wissen um Reparaturtechniken bewahren. Martine Postma, die Gründerin der ersten Repair-Cafés, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Wertschätzung für handwerkliche Fähigkeiten und das Reparieren wiederzubeleben. Sie zeigt, dass Reparieren nicht nur möglich, sondern auch Spaß machen kann.
Für die Besucher dieser Cafés gibt es nicht nur die Möglichkeit, ihre eigenen Gegenstände zu reparieren, sondern auch bei den Reparaturen anderer zu helfen oder einfach bei einer Tasse Kaffee zu entspannen. Der Lesetisch mit Büchern zum Thema Reparatur und Heimwerken dient als Inspirationsquelle und motiviert viele, selbst aktiv zu werden. Diese Initiativen sind keine Konkurrenz zu professionellen Reparaturdiensten, sondern sollen das Interesse und die Fähigkeiten im Reparieren wecken.