Heute ist der 8.04.2026, und die Sorgenfalten im Gesicht des Traditionsvereins Neulengbach sind kaum zu übersehen. Der Verein, der zwischen 2003 und 2014 stolze zwölf Meistertitel und zehn Cupsiege erlangte, steht vor einer entscheidenden Herausforderung: die Lizenzvergabe für die ADMIRAL Frauen Bundesliga. In der ersten Instanz wurde die Lizenz vom Senat 5 aus sportlichen, infrastrukturellen, personell-administrativen, finanziellen und rechtlichen Gründen verweigert. Doch die Hoffnung auf eine Wende lebt weiter, denn Obmann Thomas Wirnsberger hat die Freigabe für eine Rettungsmission erteilt, und ein Anwaltsteam koordiniert bereits die notwendigen Schritte. Ein Insolvenzantrag wurde bislang nicht eingebracht, was für den Verein ein positives Zeichen ist.

In den kommenden Tagen wird eine Krisensitzung mit allen Beteiligten einberufen, um das Commitment der Spielerinnen zu sichern. Der Zeitdruck ist enorm, denn bis zum 16. April bleibt dem Verein Zeit, um schriftlich beim Protestkomitee gegen die Nicht-Erteilung der Lizenz vorzugehen. Die Gruppe, die sich um die Rettungsmaßnahmen kümmert, ist bereit, finanzielle Garantien zu leisten. Es bleibt abzuwarten, ob diese Anstrengungen von Erfolg gekrönt sein werden.

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Ein historischer Moment für den Frauenfußball

Die erste Lizenzentscheidung für die Frauen-Bundesliga in Österreich stellt einen Meilenstein dar. In der ersten Instanz haben insgesamt zehn Vereine die Spielgenehmigung für die Saison 2026/27 erhalten, darunter der Meister SKN St. Pölten, der sowohl für die Liga als auch international zugelassen wurde. Diese Entwicklung ist jedoch ein bitterer Rückschlag für den USV Neulengbach, der als letzter verbliebener Bundesligist ohne ein finanzkräftiges Männer-Profiteam dasteht. Sportdirektorin Maria Wolf, eine von nur drei heimischen Trainerinnen mit UEFA-Pro-Lizenz, hebt den wertvollen Beitrag des Vereins zur Entwicklung des Frauenfußballs in Österreich hervor.

Die Situation ist nicht nur für Neulengbach prekär. Auch der Zweitliga-Tabellenführer Wildcats Krottendorf hat die Lizenz verweigert bekommen. In Wien-Hütteldorf zeigen die Rapid-Frauen Interesse an dieser brisanten Lizenzsituation. Die Unterstützung und Hilfsangebote für Neulengbach sind bereits eingetroffen, was zeigt, dass die Fußballgemeinschaft in Österreich zusammensteht, um den Traditionsverein zu unterstützen.

Die nächsten Schritte

Die Frist bis zum 16. April ist für Neulengbach entscheidend. Der Verein muss nun alle Hebel in Bewegung setzen, um die Lizenzverweigerung anfechten zu können. Es bleibt spannend zu beobachten, ob das Team und das engagierte Umfeld die nötigen finanziellen und sportlichen Argumente bündeln können, um die Entscheidung des Senats zu revidieren. Die kommenden Tage könnten über die Zukunft des Vereins entscheiden und darüber, ob Neulengbach weiterhin eine Schlüsselrolle im österreichischen Frauenfußball spielen kann.

Für mehr Informationen zu diesem Thema besuchen Sie bitte die Quellen: Die Presse und NÖN.