Heute ist der 5.03.2026. In Hütteldorf stehen die Zeichen auf Spannung, denn Rapid Wien erwartet am Sonntag ein entscheidendes Heimspiel gegen Red Bull Salzburg. Die Vorzeichen sind vielschichtig, mit 1300 Karten, die am Donnerstagabend noch verfügbar waren, und etwa 15.000 Zuschauern, die für das Spiel erwartet werden. Dieses Duell ist nicht nur sportlich wichtig, sondern könnte auch entscheidend sein für die Meistergruppe, die Rapid seit sieben Jahren nicht mehr erreicht hat.
In der jüngeren Vergangenheit hat Rapid gegen Salzburg nicht viel entgegenzusetzen gehabt und konnte nur drei der letzten 38 Duelle gewinnen, wobei alle Siege in Heimspielen stattfanden. Die letzten beiden Erfolge liegen bereits einige Zeit zurück – im Mai 2024 gab es einen 2:0-Sieg, gefolgt von einem 3:2 im September 2024. Die Torschützen des ersten Sieges sind mittlerweile nicht mehr im Kader: Marco Grüll spielt jetzt für Werder Bremen und Guido Burgstaller hat seine Karriere beendet. Aktuelle Spieler, die beim letzten Sieg gegen Salzburg dabei waren, sind Niklas Hedl, Matthias Seidl, Bendegüz Bolla, Nenad Cvetkovic, Serge Raux Yao und Lukas Grgic.
Sportliche Herausforderungen und kritische Stimmen
Trotz der anhaltenden Herausforderungen auf dem Spielfeld gibt es auch interne Diskussionen über die aktuelle Situation. Sportchef Markus Katzer hat kürzlich Schiedsrichter-Fehler als einen der Gründe für die missliche Lage angeführt. Nach einem enttäuschenden 1:1-Unentschieden gegen Altach äußerte er seinen Unmut über eine nicht gegebene Elfmeterentscheidung, als Altach-Goalie Dejan Stojanovic Nikolaus Wurmbrand foulte, aber das Spiel weiterlaufen ließ. ÖFB-Schiedsrichter-Chef Viktor Kassai bestätigte im VAR-Check, dass ein Elfmeter hätte gegeben werden müssen.
Katzer räumt ein, dass Rapid auch eigene Fehler gemacht hat, jedoch betont er, dass die Mannschaft mit korrekten VAR-Entscheidungen in der Meistergruppe wäre. Ein Faktencheck des „Kickers“ hat jedoch Katzer’s Aussage widerlegt und aufgezeigt, dass von 44 überprüften strittigen Entscheidungen 39 bestätigt wurden und nur fünf Fehler zugegeben wurden. Rapid war in zwei Fällen von Fehlentscheidungen betroffen, was die meisten Fehlentscheidungen für einen Bundesliga-Klub darstellt. Ein nicht gegebener Hand-Elfmeter gegen GAK kostete Rapid einen Punkt, und zusammen mit zwei verlorenen Punkten in Altach hätte Rapid nun 33 Punkte und wäre punktgleich mit der Wiener Austria.
Die aktuelle Form von Rapid und Salzburg
Die aktuelle Form von Rapid ist besorgniserregend, da die Mannschaft aus den ersten zehn Heimspielen dieser Saison nur 14 Punkte holen konnte, was acht Punkte weniger sind als im Vorjahr. Im Gegensatz dazu ist Salzburg seit sieben Auswärtsspielen ungeschlagen, und Tormann Alexander Schlager hat bereits angekündigt, dass Salzburg mit großer Entschlossenheit antreten wird. Rapid hofft auf eine Fortsetzung der Heimserie von Sturm Graz, die unter Trainer Fabio Ingolitsch gegen Altach spielt.
Für Rapid ist es also ein Spiel, das nicht nur die Tabelle beeinflussen könnte, sondern auch das Selbstbewusstsein der Mannschaft stärken müsste. Das Derby gegen Salzburg ist immer auch ein emotionaler Höhepunkt der Saison, und die Fans hoffen auf eine Wende im laufenden Jahr. Es bleibt abzuwarten, ob das Team die notwendigen Punkte sammeln kann, um sich in der Meistergruppe zu etablieren und endlich wieder Erfolgserlebnisse gegen den großen Rivalen zu feiern.