Der Jutta-Steier-Park in Penzing, der erst im Dezember 2022 auf dem Gelände der ehemaligen Theodor-Körner-Kaserne eröffnet wurde, zieht im Frühling viele Menschen an. Doch die Idylle wird durch riskantes Verhalten von Jugendlichen, die mit E-Scootern, Fahrrädern und Rollern im Park unterwegs sind, erheblich gestört. Daniela Ruzicka-Feichtinger hat wiederholt beobachtet, wie Gruppen von Jugendlichen mit überhöhter Geschwindigkeit durch den Park fahren, was vor allem für die Kleinsten auf dem nahegelegenen Spielplatz eine ernste Gefährdung darstellt. Trotz eindeutiger Schilder, die das Fahren mit Fahrrädern und E-Scootern im Park verbieten, bleibt die Sicherheit eine große Sorge für die Besucher.
Mangelnde Kontrolle über die aufdringlichen Ansagen der Jugendlichen wird als drängendes Problem wahrgenommen. Ruzicka-Feichtinger hat bereits versucht, die jungen Fahrer direkt anzusprechen, was jedoch nur mäßigen Erfolg mit sich brachte. Die Zuständigkeit für den Park ist zudem geteilt; während Teile zur Stadt Wien gehören, betreut die Sozialbau AG andere Flächen und steht in regem Austausch mit der Polizei. Artur Streimelweger von der Sozialbau AG betont, dass die Mehrheit der Parkbesucher rücksichtsvoll ist, dennoch besteht der Wunsch, die Situation zu verbessern.
Die Rolle der Behörden
Bezirksvorsteherin Michaela Schüchner (SPÖ) hat angekündigt, die Polizei zur verstärkten Kontrolle aufzufordern. Interessanterweise gibt es bisher jedoch keine Einsätze oder Anzeigen wegen Unfällen im Park. Das lässt darauf schließen, dass zwar viele sich ungestört verhalten, aber die Bedenken der Anwohner ernst genommen werden sollten. Ruzicka-Feichtinger hofft auf eine Rückkehr zu einem sicheren Raum für alle Besucher des Parks.
Die Problematik des Verkehrs von E-Scootern ist nicht auf Penzing beschränkt. ADAC.de berichtet, dass E-Scooter als Tretroller mit Elektroantrieb mittlerweile weit verbreitet sind und unter die Versicherungspflicht fallen. Die Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung regelt ihre Nutzung, wobei die neuen Vorschriften ab dem 1. März 2027 in Kraft treten. Diese besagen unter anderem, dass E-Scooter auf Radwegen, Radfahrstreifen und in Fahrradstraßen erlaubt sind. Auf Gehwegen und in Einbahnstraßen müssen sie jedoch Regeln befolgen, um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten.
Sicherheit und neue Regelungen
Die Bundesregierung hat entschieden, die Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung zu reformieren, um die Verkehrssicherheit zu verbessern. Im Jahr 2022 stieg die Zahl der E-Scooter-Unfälle in Deutschland um 27 %. Hier soll eine bessere Registrierung und Haftungsregelung die Sicherheit erhöhen. Zukünftige E-Scooter müssen Blinklichter haben und die Anforderungen an ihre Sicherheitstechnik werden strengeren Prüfungen unterzogen. Bundesregierung.de informiert, dass die neuen Regelungen nach einer Übergangsfrist ab 2027 verbindlich werden.
Wie geht es also weiter mit den E-Scootern im Jutta-Steier-Park? Die Hoffnung hinsichtlich verstärkter Kontrollen und kluger Nutzung könnte die Sicherheit wiederherstellen. Zahlreiche Parkbesucher wünschen sich einen Ort der Erholung, der ohne die ständige Sorge vor rücksichtslosen Fahrern genossen werden kann. Es bleibt zu hoffen, dass die nötigen Maßnahmen rechtzeitig und effektiv umgesetzt werden.