Die Schließung der kika- und leiner-Filialen hat in Wien für große Veränderungen gesorgt. Wie oe24 berichtet, gibt es in der Stadt insgesamt vier ehemalige Standorte, die nun eine neue Zukunft erwarten. Zwei davon haben bereits konkrete Pläne für eine Umgestaltung in der Pipeline.
In Ottakring wird im ehemaligen kika-Standort in der Sandleitengasse ein Baumarkt der bekannten Marke Bauhaus einziehen. Die Umbau- und Anpassungsarbeiten sollen nach dem Kauf im Sommer 2024 beginnen, denn die Personalsuche für diesen neuen Handelsstandort ist bereits in vollem Gange. Damit wird ein wichtiger Markt in der Region neu belebt und schafft zusätzlich Arbeitsplätze.
Geplante Entwicklungen in Favoriten
Doch das ist nicht alles: In Favoriten hat die Supernova-Gruppe große Pläne für den ehemaligen kika-Standort in der Laxenburger Straße. Ein modernes Gebäude mit Geschäften und Büroflächen soll hier entstehen. Die Baupläne sollen laut Supernova innerhalb der nächsten zwei Monate eingereicht werden, mit dem Ziel, die Bauphase 2026 zu starten. Die Eröffnung des neuen Komplexes ist für 2027 vorgesehen.
Für die zwei anderen ehemaligen Leiner-Standorte in der Hermann-Gebauer-Straße in Donaustadt sowie in der Hadikgasse in Penzing gibt es derzeit keine konkreten Pläne. Diese Immobilien stehen momentan zum Verkauf oder zur Vermietung. Wie Supernova-Sprecher Michael Slamanig erklärte, sei eine weitere Nutzung durch das Unternehmen „kein Thema“, die Vermarktung der beiden Standorte werde jedoch aktiv betrieben.
Marktentwicklungen im Hintergrund
Die Entwicklungen rund um die ehemaligen kika- und leiner-Standorte sind nicht nur auf die spezifischen Projekte beschränkt. Der Wiener Immobilienmarkt selbst zeigt dynamische Bewegungen. Laut Wirtschafts-Nachrichten hat die Assetklasse Büro mittlerweile einen saftigen Marktanteil von 32 Prozent, mit Investitionen von etwa 850 Millionen Euro. Die Wohnimmobilien hingegen wachsen um 25 Prozent, was an einer Angleichung von Angebot und Nachfrage liegt. Mischgenutzte Objekte machen 17 Prozent des Marktes aus.
Die Transaktionen, die in den letzten Jahren abgeschlossen wurden, bringen bemerkenswerte Zahlen hervor: Die meisten Abschlüsse liegen bei einem Volumen von rund 50 Millionen Euro, wobei größere Angebote in dieser Größenordnung eher selten vorkommen. Dabei sind institutionelle Investoren die Hauptverkäufer und private Käufer dominieren den Markt mit einem Anteil von über 70 Prozent. ORF nimmt dazu an, dass solche Entwicklungen langfristig auch das Bild der Stadt verändern werden.
Insgesamt scheinen die Transformationen in Wien nach der kika-Pleite jedoch ein gutes Händchen bei der zukünftigen Nutzung solcher Immobilien zu versprechen und sorgen dafür, dass die Stadt nicht nur wächst, sondern sich auch weiterhin an moderne Bedürfnisse anpassen kann.