Heute ist der 11.03.2026. Eine bedeutende Änderung steht für Autofahrer in Österreich bevor: Ab 2027 wird die Klebe-Vignette abgeschafft. Der letzte Verkauf dieser traditionellen Vignette erfolgt noch in diesem Jahr, bevor ab 1. Februar 2027 ausschließlich die digitale Vignette Gültigkeit hat. Dieses Doppelsystem aus Klebe- und Digitalvignette, das seit 2017 besteht, wird damit Geschichte sein.

Bereits jetzt nutzen rund 75% der Autofahrer die digitale Vignette, die an Tankstellen, Trafiken, Mautstellen sowie über den ÖAMTC und ARBÖ erworben werden kann. Der Umstieg auf die digitale Vignette soll den Alltag für Autofahrer erheblich vereinfachen. Zu den Vorteilen zählen unter anderem kein lästiges Abkratzen, ein Erinnerungsservice, eine Abo-Funktion und die automatische Verlängerung. Wer sich noch die Klebe-Vignette für 2026 sichert, kann diese bis 2027 nutzen. Wer jedoch auf die Vignette verzichtet, muss mit einem Bußgeld rechnen.

Preisanpassungen für 2026

Die Preise für die Vignetten werden sich 2026 ebenfalls ändern. Die Jahresvignette für Pkw wird auf 106,80 Euro steigen, was einer Erhöhung von 2,9% entspricht. Die Preise für andere Vignetten sind wie folgt:

  • 1-Tages-Vignette: 9,60 Euro
  • 10-Tages-Vignette: 12,80 Euro
  • 2-Monats-Vignette: 32,00 Euro

Die digitalen Vignetten können an rund 6000 Verkaufsstellen erworben werden, und der Online-Mautshop der ASFINAG ist rund um die Uhr verfügbar. Beachten Sie jedoch, dass es eine 18-tägige Sperrfrist für bestimmte Produkte im Online-Mautshop gibt, insbesondere für die Jahres- und 2-Monats-Vignette. Reisende nach Italien sollten ebenfalls darauf achten, dass sie weiterhin eine gültige österreichische Vignette benötigen, da in Italien ein Mautsystem nach gefahrenen Kilometern gilt.

Mautsystem in Italien

In Italien gibt es neben der Vignette auch ein Mautsystem, das auf den gefahrenen Kilometern basiert. An allen Mautstationen kann bar bezahlt werden, und gängige Kreditkarten sowie Bankkarten werden häufig akzeptiert. Eine Ausnahme bildet die Ausfahrt Sasso Marconi Nord auf der A1, wo ausschließlich Telepass-Spuren vorhanden sind. Das Telepass-System ermöglicht eine bargeldlose Bezahlung ohne Anhalten an gelb markierten Spuren. Ein Transponder mit Vertrag ist erforderlich, um die Maut automatisch vom Konto abzurechnen. Für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen kann zudem die ADAC Mautbox verwendet werden, die auch in weiteren Ländern wie Frankreich, Portugal und Spanien gilt.

Für Reisende ist es wichtig, sich über die verschiedenen Zahlungsmöglichkeiten und die Mautregelungen im Ausland zu informieren, da bei Ticketverlust eine Strafgebühr fällig wird und die Bezahlung innerhalb von 15 Tagen erfolgen muss.

Vorsicht vor Betrugsfällen

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Sicherheit: Autofahrer sollten aufpassen, um nicht auf Betrugsfälle durch gefälschte Vignetten-Shops hereinzufallen. Die digitale Vignette, die ans Kennzeichen gebunden ist, kann nicht verloren gehen, was ein zusätzliches Maß an Sicherheit bietet.

Diese Veränderungen in Österreich sind Teil eines größeren Trends hin zu digitalen Lösungen im Straßenverkehr, der die Mobilität der Zukunft prägen wird. Bleiben Sie also informiert und bereiten Sie sich gut auf Ihre Reisen vor, sowohl innerhalb Österreichs als auch in die Nachbarländer.

Für weitere Informationen zu den Mautregelungen in Italien können Sie auch die ADAC Webseite besuchen.

Die Entwicklungen rund um die Maut- und Vignettenregelungen zeigen, wie wichtig es ist, sich rechtzeitig mit den Neuerungen vertraut zu machen, um böse Überraschungen zu vermeiden. Wenn Sie sich also auf den Weg nach Italien machen oder innerhalb Österreichs reisen, denken Sie daran, sich über die jeweils aktuellen Bestimmungen zu informieren.