Ein neues Wohnquartier entsteht auf dem Gelände der Generalleutnant-Graf-von-Baudissin-Kaserne in Hamburg-Osdorf. In der Planung sind zwischen 350 und 400 bezahlbare Wohnungen sowie eine Kindertagesstätte vorgesehen. Dieses Projekt ist Teil der bundesweiten Wohnraumoffensive und wird in Zusammenarbeit zwischen dem Bezirksamt Altona und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) entwickelt. Der Bau soll im Jahr 2029 beginnen, während derzeit ein städtebaulich-freiraumplanerisches Workshopverfahren zur Erarbeitung der Grundkonzeption läuft. Das Ziel ist es, ein klimaresilientes und sozial ausgewogenes Quartier zu schaffen, das sich harmonisch in den Stadtteil einfügt und die bestehende Infrastruktur berücksichtigt.
Besonders hervorzuheben ist der Erhalt der parkartigen Charakteristik sowie des wertvollen Baumbestands des Areals. Geplant ist eine zentrale Nord-Süd-Promenade, um den Fuß- und Radverkehr zu fördern und nachbarschaftliche Begegnungen zu ermöglichen. Freiräume innerhalb des Quartiers sollen nicht nur das Mikroklima verbessern, sondern auch ein innovatives Regenwassermanagement ermöglichen. Stellplätze für PKW sind in Quartiersgaragen vorgesehen, was die Verkehrssituation entlasten könnte.
Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung
Das Projekt sieht vor, bestehende Gebäude, die von der Bundeswehr genutzt werden, zu erhalten und umzufunktionieren. Die ehemalige Feldwebelkaserne aus den 50er Jahren wird allerdings abgerissen, um Platz für Neubauten zu schaffen. Die Umsetzung des Bauvorhabens erfolgt in mehreren Abschnitten, um den aktuellen Bewohnern einen Umzug zu ermöglichen. Der neue Wohnraum wird hauptsächlich für Bundesbedienstete, wie beispielsweise für die Polizei und den Zoll, vorgesehen. Die Wohnungen werden vorrangig zu preisgedämpften Mieten vergeben, was Teil der Wohnungsfürsorge des Bundes ist.
Bezirksamtsleiter Dr. Sebastian Kloth äußerte die Hoffnung, dass durch dieses Projekt eine Entlastung des Wohnungsmarktes erreicht werden kann. Sollte kein Bedarf bei Beamten bestehen, könnten die Wohnungen zu den gleichen Konditionen auf den freien Markt kommen. Das Bezirksamt Altona und die BImA planen zudem einen städtebaulichen Vertrag zur Entwicklung des neuen Wohnquartiers, während das Bebauungsplanverfahren „Osdorf 50“ bereits eingeleitet wurde.
Öffentliche Beteiligung und Ausblick
Ein wichtiger Aspekt des Planungsprozesses ist die Öffentlichkeitsbeteiligung. So sind verschiedene Veranstaltungen vorgesehen: Eine Ausstellung der Wettbewerbsbeiträge findet am 21. April statt, gefolgt von einer Jury-Sitzung am 22. April. Die Ergebnisse werden vom 27. April bis 7. Mai im Bürgerhaus Bornheide präsentiert. Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit, Anmerkungen abzugeben und sich aktiv in die Planung einzubringen. Weitere öffentliche Diskussionen und Vorstellungen der Ergebnisse sind im Stadtentwicklungsausschuss geplant.
Die Entwicklung erfolgt auf Flächen im Eigentum der Freien und Hansestadt Hamburg, die teilweise militärisch genutzt werden. Eine Absichtserklärung zwischen der BImA und der FHH zur Flächenentwicklung wurde bereits unterzeichnet. Außerdem ist der Abschluss eines neuen Erbbaurechtsvertrags für die Wohnnutzung mit der BImA im ersten Halbjahr 2026 vorgesehen. Die Bürgerschaft hat zudem der Verlängerung des Erbbaurechts für den militärisch genutzten Teil der Kaserne bis 2136 zugestimmt.
Insgesamt zeigt dieses Projekt, wie urbane Entwicklung, soziale Verantwortung und Nachhaltigkeit miteinander vereint werden können. Durch die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum wird ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität in Hamburg-Osdorf geleistet. Für weitere Informationen zu diesem spannenden Vorhaben können Sie die Quelle [hier](https://www.mopo.de/hamburg/von-der-kaserne-zum-wohnquartier-neuer-wohnraum-in-osdorf/) und [hier](https://www.hamburg.de/politik-und-verwaltung/bezirke/altona/aktuelles/pressemitteilungen/neues-wohnquartier-in-osdorf-1163588) nachlesen.