Mariahils Bezirksvorsteher Rumelhart wegen Burn-out zurückgetreten!
Markus Rumelhart, Bezirksvorsteher von Mariahilf, tritt aus gesundheitlichen Gründen zurück. Nachfolgerin wird Julia Lessacher.

Mariahils Bezirksvorsteher Rumelhart wegen Burn-out zurückgetreten!
In einem bemerkenswerten Schritt hat Markus Rumelhart, der sozialdemokratische Bezirksvorsteher von Mariahilf, bekannt gegeben, dass er aus gesundheitlichen Gründen von seinen politischen Ämtern zurücktritt. Die Diagnose Burn-out hat ihn dazu veranlasst, eine Auszeit von der aktiven Bezirkspolitik zu nehmen, die er seit 2014 mit großem Engagement ausfüllt. Rumelhart hat den Bürgermeister um Entbindung von seinen Verantwortlichkeiten gebeten, um seine Gesundheit nicht weiter zu gefährden, was ihn in den letzten Monaten stark beansprucht hat. Er äußerte sich unmissverständlich über seine Situation und betonte, dass die Gesundheit an oberster Stelle stehe. Dies berichtet das DFZ.
Markus Rumelhart, der von 2014 bis 2026 das jüngste Bezirksoberhaupt in Wien war, stellte schon früh in seiner Karriere soziale und integrationspolitische Themen in den Vordergrund. Er trat 2014 die Nachfolge von Renate Kaufmann an, die den Bezirk zuvor 13 Jahre lang führte. Als Nachfolgerin schlägt er seine langjährige Stellvertreterin Julia Lessacher vor, die ihn in den letzten Monaten bereits vertreten hat. Inmitten seines Rücktritts wird klar, dass dieser Schritt auch vor dem Hintergrund interner Konflikte innerhalb der Bezirkspartei geschieht, die in den letzten Monaten aufgekommen sind, wie das ORF berichtet.
Würdigung und Herausforderungen
Bereits in der politischen Community hat Rumelhart großen Respekt für seinen persönlichen Einsatz und die zahlreichen Projekte, die er ins Leben gerufen hat, erlangt. Besonders hervorzuheben sind die Neugestaltung der Otto-Bauer-Gasse und des Christian-Broda-Platzes, die als Begegnungsorte für die Bewohner des Bezirks dienen. Julia Lessacher und andere Vertreter der politischen Landschaft bedanken sich bei Rumelhart für seine Arbeit und wünschen ihm eine gute Genesung. Seine Entscheidung wird als Einschnitt für Mariahilf wahrgenommen, da der Bezirk mit Herausforderungen konfrontiert ist, die nicht nur politische, sondern auch soziale Aspekte umfassen.
In der Politik ist das Thema mentale Gesundheit kein Einzelfall. Der hohe Druck und die vielfältigen Anforderungen führen bei vielen Amtsträgern zu Überlastung und Erschöpfung. Persönlichkeiten aus verschiedenen politischen Lagern, wie die Berliner Politikerin Antje Kapek, haben ähnliche Erfahrungen gemacht und berichten von den Tücken der Belastungen im politischen Alltag. Eine Psychotherapeutin erklärte, dass das Risiko für Burn-out in der Politik erhöht ist, was durch die widersprüchlichen Anforderungen und den hohen eigenen Antrieb verstärkt wird. Diese Erkenntnisse sind nicht nur in Wien relevant, sondern betreffen viele Entscheidungsträger bundesweit und international, wie der Deutschlandfunk aufzeigt.
Rumelharts Rücktritt wirft die Frage auf, wie die mentale Gesundheit von Politkern geschützt werden kann und welche Strukturen notwendig sind, um derartigen Herausforderungen besser gewachsen zu sein. Seine Entscheidung, sich zurückzuziehen, könnte als Anstoß dienen, über diese Themen offen zu diskutieren und Lösungen zu finden.