Im Herzen von Mariahilf öffnet am 27. Februar eine besondere Kunstausstellung zum Thema Brustkrebs ihre Pforten. Im Primärversorgungszentrum Medizin Mariahilf, Mariahilfer Straße 95, werden Werke präsentiert, die von Künstlerinnen und Künstlern in Kooperation mit Brustkrebspatientinnen entstanden sind. Diese Gemeinschaftsprojekt trägt den Titel „more Moments“ und thematisiert Berührungen, Emotionen und die Kraft des Augenblicks. Die ausgestellten Bilder stehen zum Verkauf und deren Erlös geht an die Selbsthilfegruppe „Pink Paddlers Austria“, die eine Drachenbootpaddelgruppe für betroffene Frauen organisiert.

Die Ausstellung ist nicht nur eine Plattform für Kunst, sondern auch eine wichtige Verbindung zwischen den Künstlern und den Patientinnen. Durch diesen kreativen Austausch zeigen die Frauen ihre „more Moments“ – jene besonderen Momente, die sie trotz ihrer Erkrankung erleben. Die Öffnungszeiten des Primärversorgungszentrums laden alle Interessierten ein, diese eindrucksvollen Werke zu betrachten: Montag, Mittwoch und Donnerstag von 8 bis 19 Uhr; Dienstag von 7 bis 12 und 14 bis 19 Uhr. Für Fragen steht die Nummer 01/597 43 37 zur Verfügung, wie meinbezirk.at berichtet.

Gemeinschaft und Unterstützung

Die „Pink Paddlers Austria“ verfolgt einen wichtigen Ansatz: Im Drachenbootsport finden Frauen, die an Brustkrebs erkrankt sind oder waren, nicht nur physische Aktivität, sondern auch emotionalen Halt in einer starken Gemeinschaft. Diese Form der Selbsthilfe teilt kraftvolle Geschichten. So zeigt die Dokumentation „Pink Power“ der Küsten Pinkies aus Friesland, wie Frauen durch den Paddelsport nicht nur ihre Stärke zurückgewinnen, sondern auch neue Freundschaften knüpfen. Die Regisseurin Chiara Kempers hebt den positiven Einfluss des Paddelns auf die Genesung hervor und fasst zusammen, dass diese Gemeinschaft den Frauen Kraft und Halt gibt, wenn sie mit ihrer Erkrankung umzugehen versuchen, wie ndr.de berichtet.

Besonders berührend ist die Geschichte von Konni, 65 Jahre alt, die nach ihrer Brustkrebsdiagnose zum Drachenbootsport überredet wurde und nun begeistert paddelt. Für viele Frauen, darunter Jasmin, eine junge Mutter und Architektin, wird diese sportliche Aktivität zu einem Geschenk, um mit der Krankheit umzugehen. Die Dokumentation ermutigt die Zuschauer, über ihre eigenen Lebensprioritäten nachzudenken und nicht erst bei einer schweren Diagnose innezuhalten.

Sport und Psychologie

Der Drachenbootsport für Brustkrebspatientinnen erfordert mehr als nur eine Leidenschaft für Bewegung – hierfür sind auch gut ausgestattete Teams und spezialisierte Trainer nötig. Im Rahmen von Projekten, wie dem Drachenbootteam des Kanu-Clubs, wird deutlich, wie wichtig medizinische Fachkompetenz ist. Das Brustkrebszentrum des Marien-Hospitals Wesel hat dieses Engagement stark unterstützt, indem es Fachkompetenz und Öffentlichkeitsarbeit bereitstellt. Jetzt liegt die Verantwortung darin, Frauen, die in der Rehabilitationsphase sind, für diese Art der Therapie zu begeistern. Auch hier zeigt sich der heilende Aspekt von Gemeinschaft und Aktivitäten, während die Frauen auf neue Weisen ihre Stärke entdecken können, wie pink-poison.de erläutert.

Die Aktion im Primärversorgungszentrum ist somit nicht nur eine Kunstausstellung, sondern ein Symbol für Hoffnung, Gemeinschaft und die Wiederentdeckung der eigenen Persönlichkeit nach einer schweren Diagnose. Ein Besuch lohnt sich für alle, die mehr über diese inspirierenden Geschichten erfahren möchten!