In Wien und Umgebung hat der Tod zweier geschätzter Ordensschwestern, Sr. Burgharda Martina Hader und Sr. Lioba Maria Maurer, Trauer ausgelöst. Sr. Burgharda, die am 14. Februar 2026, um 21.15 Uhr, in der Pflegestation Rosalie in Laab im Walde im Alter von 100 Jahren starb, hinterlässt eine beeindruckende Lebensgeschichte. Geboren am 30. Dezember 1926 in St. Thomas am Blasenstein, Mühlviertel, wuchs sie in einem tief gläubigen Elternhaus auf und übernahm früh Verantwortung nach dem Tod ihrer Mutter. Ihr ganzes Leben widmete sie der Krankenpflege, die sie in Einrichtungen wie dem Kaiserin-Elisabethspital und dem Krankenhaus Ried im Innkreis ausübte. Besonders in der Orthopädie und Unfallabteilung war sie bekannt für ihre ruhige, gütige Art, die vielen Trost brachte. Erzdioezese Wien berichtet von ihrer lebenslangen Hingabe zur Pflege.

Das Begräbnis von Sr. Burgharda wurde am 18. Februar 2026 in der Klosterkirche der Barmherzigen Schwestern in Laab im Walde zelebriert, gefolgt von ihrer Beisetzung auf dem Schwestern-Friedhof. Ihre Lebensphilosophie, dass „Schatten und Licht zum ewigen Glück führen“, spiegelt das durchblühende Engagement der Ordensgemeinschaft für die Krankenpflege und Unterstützung der Bedürftigen wider.

Ein weiteres Lebenswerk

Nur einen Tag später, am 15. Februar, verstarb auch Sr. Lioba Maria Maurer im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Wien im Alter von 89 Jahren. Sie wurde am 12. April 1936 in Frauenhofen, Niederösterreich, geboren und wuchs mit dem Verlust ihres Vaters im Zweiten Weltkrieg auf, was ihr ein besonderes Einfühlungsvermögen für das Leid anderer verlieh. Wie bz-bx.net hervorhebt, trat Sr. Lioba 1956 in die Kongregation der Barmherzigen Schwestern ein und übernahm zahlreiche verantwortungsvolle Positionen, darunter die Leitung des Armendienstes im VinzenzGwölb ab 2001. Ihre Karriere in der Erziehung prägte viele Kinder und half ihnen, in Glauben und Menschlichkeit zu wachsen.

Die Beerdigung von Sr. Lioba fand am 26. Februar 2026 auf dem Friedhof Wien-Penzing statt, gefolgt von einer Seelenmesse in der Klosterkirche der Barmherzigen Schwestern in Wien-Gumpendorf. Ihre stärkende Beziehung zur Natur und ihr unermüdliches Gebet, insbesondere das Jesus-Gebet, begleiteten sie bis ins hohe Alter.

Historischer Kontext der Ordensgemeinschaften

Die Bedeutung des Ordenslebens in der Krankenpflege ist tief in der Geschichte verwurzelt. Die Wikipedia erklärt, dass die Entwicklung der Krankenpflege in Klöstern zu einem eigenen Dienst mit institutionellem Rang führte. Seit dem 13. Jahrhundert entstanden verschiedene Krankenpflegeorden, von denen einige nach den Prinzipien des hl. Vinzenz von Paul, der 1634 die Vinzentinerinnen gründete, arbeiteten. So trugen diese Gemeinschaften erheblich zur stationären Krankenpflege im 19. Jahrhundert bei.

Die Arbeit von Ordensschwestern ist weiterhin ein wichtiger Bestandteil des Gesundheitswesens in Österreich, auch wenn die Zahl der aktiven Ordensangehörigen im Pflegebereich in den letzten Jahrzehnten zurückgegangen ist. Im Jahr 2018 waren rund 264 römisch-katholische Ordensangehörige in der Gesundheitsversorgung tätig, was etwa 5 Prozent der Ordensgemeinschaften ausmacht. Die Tradition und der Geist der Barmherzigkeit, die Sr. Burgharda und Sr. Lioba verkörpern, sind nach wie vor zentral für die ethische Ausrichtung der Krankenpflege.