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In Wien wird der polnische Jesuit Stanislaus Kostka als Nationalpatron geehrt. Geboren am 28. Oktober 1550 in Rostkowo, Masowien, wuchs er in eine adlige Familie hinein, die ihm auf den ersten Blick wohl ein behütetes Leben sicherte. Doch sein Wunsch, Jesuit zu werden, führte ihn auf einen steinigen Weg. Mit 17 Jahren besuchte er das Jesuitenkolleg in Wien, wo er jedoch aufgrund seiner Herkunft zunächst abgelehnt wurde. Davon unbeirrt, floh Stanislaus über Nacht aus der Schule und machte sich zu Fuß auf den Weg nach Rom. Dort fand er im Jesuitenkloster Dillingen bei Petrus Canisius Unterstützung und wurde, am 31. Dezember 1726, als Heilig gesprochener einmaliger Beweis für seinen Glauben.

Nach seiner Aufnahme in den Orden im Jahr 1567 blieb ihm nicht viel Zeit. Nur ein Jahr später, am 15. August 1568, verstarb er in Rom nach einem Fieberanfall. Sein Gedenktag wird besonders am 15. August gefeiert, in manchen Regionen auch am 13. November, wie es im Diözesankalender von Płock und dem Erzbistum Wien vermerkt ist. Kostka wird oft mit einem Jesuiten-Gewand, einer Lilie, einem Jesuskind und einem Pilgerstab dargestellt, was seine tiefe Religiosität symbolisiert.

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Ein Leben zwischen Glaube und Pflicht

Die Schwierigkeiten, die Kostka erlebte, beginnen schon in seiner Ausbildung. Trotz seines Wunsches, in den Jesuitenorden aufgenommen zu werden, begegnete er Widerständen. Politische Gründe führten dazu, dass die Provinz der Jesuiten in Österreich ihn zunächst nicht aufnahm. In einem entscheidenden Moment seiner schweren Krankheit, als ihm der Besuch eines Priesters verwehrt wurde, erhielt er auf wundersame Weise die Eucharistie von einem Engel. Dieses Ereignis wird als außergewöhnliches Wunder gewertet, das auch zur späteren Verehrung Kostkas beiträgt.

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Seine Wohnung in Wien, wo er während seines Studiums lebte, wurde 1582 in eine Kapelle umgewandelt, die seither ein Ort der Anbetung und Erinnerung ist. Der Jesuitenorden betreut diese Kapelle, in der sich viele Gläubige an Kostka wenden und um Hilfe bitten. Es wird gesagt, dass seine Fürsprache sogar in Schlachten zu Siegen geführt hat. In den letzten Jahren gab es immer wieder Berichte über die Bedeutung seiner Heiligsprechung für die katholische Kirche, die zeigt, wie lebendig der Glaube in der heutigen Zeit ist.

Ehrungen und Nachwirkungen

Die Heiligsprechung von Kostka, die 1726 von Papst Benedikt XIII. offiziell bestätigte wurde, klärt auch über die Tradition der Heiligsprechungen auf. Diese bedeutenden Zeremonien ziehen nicht nur Gläubige an, sondern sind auch eine Bestätigung für den Glauben und die Taten der Heiligen. In den letzten Jahren gab es prominentere Heiligsprechungen, die weltweite Aufmerksamkeit erregten. So wurden beispielsweise Johannes Paul II. und Johannes XXIII. 2014 gemeinsam heiliggesprochen, was als historisches Ereignis gefeiert wurde. Die Zahl der Heiligen wächst stetig und Kostka bleibt ein wichtiger Teil dieser lebendigen Tradition.

Stanislaus Kostka ist auch der Patron Polens und vieler anderer Städte, wie Warschau, Posen und Lublin. Seine Botschaft der Hingabe und des Glaubens ist bis heute für viele Menschen von Bedeutung. So zeigt die Verehrung von Stanislaus, dass auch der Glaube an Wunder, Nächstenliebe und die Kraft der Gemeinschaft zeitlos bleibt. Mehr dazu erfahren Sie in den Berichten von Wikipedia, Heiligenlexikon und SRF.