Liesing im Radwegfieber: Neun Kilometer neue Routen bis 2026!
Liesing erweitert bis 2026 sein Radwegenetz um 9 km. Ziel: sichere Verbindungen und Lückenschlüsse im Verkehrssystem.

Liesing im Radwegfieber: Neun Kilometer neue Routen bis 2026!
Im Herzen von Liesing tut sich einiges in Sachen Radverkehr. Bis Ende 2026 wird hier ein Netz von über neun Kilometern an neuen Radwegen entstehen, ein Projekt, das 2023 seinen Anfang nahm. Dabei handelt es sich um 31 Maßnahmen, die darauf abzielen, sowohl das Haupt- als auch das Bezirksradverkehrsnetz zu optimieren. Dies berichtet meinbezirk.at.
Die Radwegoffensive verfolgt vor allem das Ziel, Lücken im bestehenden Radwegenetz zu schließen und durchgehende, sichere Verbindungen zu schaffen. Ein zentrales Element dieser Initiative ist der Lückenschluss am Liesingbachradweg, der nach dem Ausbau als zwei-Richtungs-Radweg entlang der Lehmanngasse verlaufen wird. Diese Strecke reicht vom Herbert-Mayr-Park über den Liesinger Platz bis zu einem verkehrsberuhigten Bereich hinter der Liesinger Sporthalle.
Konkrete Maßnahmen und Verbesserungen
Besonders hervorzuheben ist die Aufwertung der Grawatschgasse, die zwischen Badner Bahn und Erlaaer Straße fahrradfreundlicher gestaltet wird. Auch neuen Routen über die Don-Bosco-Gasse und Oldenburggasse wird ein direkter Anschluss an den Liesingbachradweg im Norden ermöglicht. Nicht zu vergessen ist die Schließung einer weiteren Lücke in der Siebenhirtenstraße: Auf rund 750 Metern entsteht hier ein neuer zwei-Richtungs-Radweg zwischen Liesingbach und Brunner Straße.
Die Anbindung an die U6-Station Siebenhirten wird ebenfalls forciert, und zwar auf einer Strecke von 640 Metern entlang des Petersbachs. Auch auf eine durchgängige Radroute über die Basler Gasse, Lemböckgasse, Ketzergasse, Schellenhofgasse und Kellerberggasse dürfen sich die Radler freuen. Diese Initiativen sind Teil eines umfassenden Radwegkonzepts, das für Liesing in den nächsten Jahren realisiert werden soll, wie wien.gv.at erläutert.
Ein Investitionsschub für die Radinfrastruktur
Die Radwegoffensive in Wien hat im Bezirk Liesing jetzt volle Fahrt aufgenommen. Nach einer intensiven Phase der Planung und Vorbereitung profitiert die Region von den in den letzten Jahren frei gewordenen Flächen, welche durch die Einführung des Parkpickerls entstanden sind. Das hat zu einem Rückgang der Stellplatz-Auslastung in Alt Erlaa um etwa 30 Prozent geführt, was wiederum neue Nutzungsmöglichkeiten im öffentlichen Raum eröffnet.
Die Stadt Wien investiert jährlich rund 20 Millionen Euro in die Radwege-Offensive, wobei allein 2023 eine Investitionssumme von 35 Millionen Euro veranschlagt wurde. Ziel ist es, das Radfahren in der Stadt sicherer, einfacher und komfortabler zu gestalten. Auch die Radwegkonzepte für Liesing stehen im Einklang mit dem übergeordneten Ziel, die Radinfrastruktur in Wien kontinuierlich auszubauen. Dabei wird insbesondere darauf geachtet, dass wichtige Lücken im Hauptradverkehrsnetz bis 2026 geschlossen werden, wie die ersten Schritte des Projekts zeigen.
In der laufenden Diskussion um den Radverkehr wird deutlich, wie wichtig fundierte statistische Informationen sind. Der Dokumentationsbericht „Radverkehr in Zahlen“ bietet wertvolle Einblicke in den Fahrradbesitz, das Mobilitätsverhalten und die Unfallstatistik in Österreich und wurde von bmimi.gv.at veröffentlicht.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Liesing ist auf dem besten Weg, ein wahres Paradies für Radfahrer zu werden. Mit den bevorstehenden Neuerungen können sich die Anwohner auf eine komfortablere und sicherere Radinfrastruktur freuen.