Am Donnerstagnachmittag, dem 18. April 2026, kam es in Liesing, genauer gesagt in der Wohnhausanlage von Atzgersdorf, zu einem dramatischen Feuerwehreinsatz. Die Alarmierung erfolgte gegen 14:30 Uhr, als ein Kellerbrand, ausgelöst durch einen Wäschetrockner, die Feuerwehr auf den Plan rief. Die Ursachen für das Feuer sind derzeit noch unbekannt. Glücklicherweise bemerkten die Bewohner den Brand rechtzeitig und konnten sich eigenständig ins Freie retten. Bei diesem Vorfall gab es keine Verletzten zu beklagen, was in solchen Situationen ein kleiner Lichtblick ist.
Sechs Einsatzfahrzeuge und ein 27-köpfiges Team der Berufsfeuerwehr waren rasch vor Ort. Als die Feuerwehr eintraf, war bereits ein Teil des Gebäudes verraucht. Um die Gefahr zu bannen, starteten die Einsatzkräfte einen Innenangriff unter Atemschutz im Keller. Gleichzeitig sorgten Hochleistungslüftungsgeräte dafür, dass die umliegenden Räumlichkeiten und die Steigenhäuser rauchfrei gehalten wurden. Der gesamte Einsatz dauerte bis etwa 15:40 Uhr, also rund eine Stunde und zehn Minuten. Um die Sicherheitsmaßnahmen zu gewährleisten, wurde eine Straßensperre eingerichtet, die auch die Buslinien 56A, 58A und 58B betraf.
Brandstatistik und Brandschutz
Die vfdb-Brandschadenstatistik, die als wichtige Ressource zur Risikobewertung von Gebäudebränden dient, zeigt, dass Küchen mit 27 % der Brandentstehungen die häufigsten Brandursachen in Wohngebäuden sind. In diesen Wohnanlagen, wie der in Atzgersdorf, macht der Keller oft einen kritischen Bereich aus, in dem durch technische Geräte, wie Wäschetrockner, ein erhöhtes Risiko für Brände besteht. Tatsächlich ereignen sich 83 % der Gebäudebrände bis zum zweiten Obergeschoss, was die Bedeutung von schnellem Handeln und präventiven Maßnahmen unterstreicht.
Die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e. V. (vfdb) hat in den letzten Jahren einen Arbeitskreis Statistik eingerichtet, um eine zentrale Brandstatistik zu entwickeln. Diese umfasst über 5.000 Einsätze aus den Jahren 2013 bis 2017 und bietet wertvolle Einblicke in Brandursachen und Risikofaktoren. Ein modernes Erfassungssystem, das auch neue Brandrisiken, etwa durch Elektromobilität, berücksichtigt, soll helfen, die Datenlage weiter zu verbessern. Die Teilnahme von Feuerwehren an dieser Datenerfassung könnte dazu beitragen, noch präzisere Ergebnisse zu erzielen und somit den vorbeugenden Brandschutz zu optimieren.