In der Leopoldstadt gibt es derzeit Grund zur Diskussion über die Langsamfahrstellen der Straßenbahnlinien 2 und 5. Diese Stellen, die aufgrund altersbedingter Abnutzungen für langsamere Fahrten sorgen, werden frühestens im Jahr 2027 behoben. Solche Langsamfahrstellen sind im Wiener Straßenbahnnetz keine Seltenheit und beeinträchtigen die Reisezeiten vieler Fahrgäste. Die Wiener Linien haben in ihrer Anfragebeantwortung an die Grünen Leopoldstadt erklärt, dass die Probleme aufgrund eines Priorisierungssystems, das technische Anforderungen und die Auswirkungen auf die Reisezeiten berücksichtigt, nur stufenweise angegangen werden können. Dies führt dazu, dass die Arbeiten an den vier betroffenen Gleisabschnitten der Linie 2 erst 2024 starten und die Erneuerungen der Langsamfahrstelle an der Kreuzung Am Tabor/Rueppgasse der Linie 5 erst 2028 ins Auge gefasst sind.
Die spezifischen Abschnitte, die saniert werden müssen, sind:
- Gredlerstraße 10 bis Taborstraße 11B
- Taborstraße 12-18
- Taborstraße von Novaragasse bis Rotensterngasse
- Kreuzung Taborstraße/Nordbahnstraße und Rebhanngasse
Bedeutung der Modernisierung für die Verkehrsinfrastruktur
Die Wiener Linien, die im Jahr 1903 als städtische Verkehrsbetriebe gegründet wurden und sich zu einer wichtigen Säule der Wiener Infrastruktur entwickelt haben, betreiben ein umfangreiches Netz aus U-Bahn, Straßenbahnen und Bussen. Ihr aktuelles Betriebsnetz erstreckt sich über mehr als 400 Quadratkilometer und bedient ca. zwei Millionen Einwohner. Mit 28 Straßenbahnlinien, 5 U-Bahn-Linien und insgesamt 135 Buslinien bewerkstelligen sie eine beachtliche Fahrgastanzahl von jährlich über 872 Millionen.
Neben den Gleiserneuerungen stehen die Wiener Linien unter der Leitung von CEO Alexandra Reinagl auch vor anderen Herausforderungen, etwa der Einführung umweltfreundlicherer Transportlösungen. Ab Sommer 2025 sind Testphase für Wasserstoffbusse geplant, die eine nachhaltigere Mobilität fördern sollen. Auch neue Technologien kamen zur Anwendung, denn die Wiener Linien nutzen Nutzerstatistiken, um ihre Dienstleistungen zu verbessern. Die Verarbeitung von Nutzungsdaten erfolgt in Übereinstimmung mit der DSGVO und unter dem Einsatz von Partnern wie der Piwik PRO GmbH, die für die Erstellung von anonymisierten Statistiken zuständig ist.
Mit einer interaktiven Karte, die auf „la-wl.trainboard.at“ verfügbar ist, können Fahrgäste sowohl die Langsamfahrstellen einsehen als auch über geplante Modernisierungen informiert bleiben. Trotz der Wartezeit bis 2027 ist es wichtig, dass diese Alterserscheinungen der Gleise endlich angegangen werden und die Fahrgäste von einem verbesserten Service profitieren können.