Heute, am 3. März 2026, feiert die niederösterreichische Bäuerinnenorganisation im Erdberger Dorfstadl ein ganz besonderes Event: den Tag der Bäuerin. Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums wird dieser Tag nicht nur als Fest, sondern auch als wichtiger Austausch- und Vernetzungstag für Bäuerinnen in der Region verstanden. Die Bezirksbäuerin Karin Bayer-Pichler, die zudem als Gebietsbäuerin für Poysdorf tätig ist, betont die Relevanz solcher Veranstaltungen für die Stärkung des Gemeinschaftsgefühls unter den Bäuerinnen.
Das Programm des Tages bietet eine Vielzahl an Rückblicken, Fachvorträgen und nicht zuletzt köstlichen regionalen Mehlspeisen. Diese Mischung aus informativen Angeboten und kulinarischem Genuss soll den Bäuerinnen eine Plattform für Austausch und gegenseitige Unterstützung bieten. Der Tag der Bäuerin findet nicht nur in Erdberg statt, sondern wird auch in vielen anderen Bezirken Niederösterreichs gefeiert, um die lebendige und zukunftsorientierte Bäuerinnenarbeit landesweit sichtbar zu machen.
Ein Blick auf ähnliche Veranstaltungen
In den letzten Tagen fanden in mehreren Regionen ähnliche Veranstaltungen statt. So nahmen rund 100 Bäuerinnen am Abend der Bäuerinnen im Gebiet Raabs an der Thaya teil, wo Gebietsbäuerin Michaela Praschinger-Reischl durch ein informatives Programm führte. Hier wurde auf die Entwicklungen der Bäuerinnenorganisation zurückgeblickt und es gab fachliche Impulse, die den Bäuerinnen im Alltag helfen sollen.
Die Feierlichkeiten in Gaming standen ganz im Zeichen des Miteinanders, geprägt von Ehrengästen aus Politik, Landwirtschaft und Bildung. Auch in Hollabrunn wurde der Tag der Bäuerin gebührend gefeiert, wo Bezirksbäuerin LKR Liane Bauer auf das vergangene Arbeitsjahr zurückblickte und die Bedeutung der Bäuerinnenarbeit würdigte. Ein Vortrag von Moderatorin und Klimatologin Christa Kummer zum Thema Klima und Verantwortung rundete das Programm ab und zeigte die vielfältigen Herausforderungen, mit denen Bäuerinnen konfrontiert sind.
Die Rolle der Frauen in der Landwirtschaft
Eine deutschlandweite Studie zur Lebens- und Arbeitssituation von Frauen in der Landwirtschaft, gefördert vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, zeigt, wie vielfältig die Rollen der Frauen in diesem Sektor sind. Die Studie umfasst über 7000 Interviews und betont die Notwendigkeit, die Leistungen von Frauen in der Landwirtschaft sichtbarer zu machen. Trotz Fortschritten in der Gleichstellung sind viele Herausforderungen nach wie vor präsent.
Empfehlungen aus der Studie betonen die Notwendigkeit von Empowerment für Hofnachfolgerinnen und leitende Angestellte durch spezielle Lehrgänge und Mentoring-Programme. Auch die Verbesserung der Arbeitssituation und die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Ehrenamt sind wichtige Punkte, die in Zukunft angegangen werden müssen. Solche Erkenntnisse können auch als Inspiration für die Bäuerinnenorganisationen in Niederösterreich dienen, um die Arbeit und die Anliegen der Bäuerinnen weiter zu stärken.
Für weitere Informationen über den Tag der Bäuerin und die damit verbundenen Veranstaltungen in ganz Niederösterreich können Interessierte die Berichte auf NÖN und Bauernzeitung verfolgen. Die Diskussionen rund um die Rolle der Frauen in der Landwirtschaft sind auch auf der Seite des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft nachzulesen.





