In der Josefstadt rumort es: Die FPÖ hat das Wort ergriffen und fordert dringend Zebrastreifen im Bereich Laudongasse/Albertgasse. Diese Querungsmöglichkeiten sind vor allem für die kleinsten Fußgänger, die Kinder, von großer Bedeutung, wie FPÖ-Klubobmann Felix Schachner betont. In einer Bezirksvertretungssitzung wurde ein Antrag auf Überprüfung dieser fehlenden Schutzwege eingebracht, der einstimmig der Mobilitätskommission zugewiesen wurde. Es ist keineswegs zu übersehen, dass die Kreuzungen in diesem Bereich als unübersichtlich und schwer einzuschätzen gelten, gerade für Fußgänger.

Aktuelle Studien und Entwicklungen zeigen, wie wichtig gut gestaltete Zebrastreifen sind. Laut einer Broschüre des FUSS e.V., die im Zuge der vereinfachten Planungsregeln für Zebrastreifen seit 2025 veröffentlicht wurde, sind solche Fußgängerüberwege nicht nur effizienter und kostengünstiger als Ampeln, sie erhöhen auch die Sicherheit erheblich. Fußgänger können ohne Wartezeiten die Straße überqueren, was besonders für ältere Mitmenschen und Schulkindern von Bedeutung ist, wie die Studie „Mobilität in Deutschland“ zeigt.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Verkehrsorganisation in der Josefstadt

Der Antrag der FPÖ sieht vor, dass die MA 46, zuständig für Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten, untersucht, ob Zebrastreifen vor dem Kindergarten in der Albertgasse 47 sowie vor der Laudongasse 48 eingerichtet werden können. Schachner hebt hervor, dass der nächste Zebrastreifen in der Albertgasse bei der Alser Straße/Florianigasse liegt und in der Laudongasse bei der Benno- oder Feldgasse. Die aktuelle Verkehrssituation ist zeitweise chaotisch: Hier verlaufen Autoverkehr und Radfahrstreifen in entgegengesetzte Richtungen, was zusätzliche Aufmerksamkeit erfordert.

Die MA 46 hingegen hat bereits eine verkehrstechnische Beurteilung durchgeführt und kommt zu dem Schluss, dass es im Bereich von Laudon- und Albertgasse keine auffällige Gefährdungssituation gebe und somit auch keine Notwendigkeit für die Markierung von neuen Schutzwegen bestehe. Kriterien wie Verkehrsaufkommen, Geschwindigkeitsniveau, Sichtverhältnisse und der Querungsbedarf werden dabei berücksichtigt. Die Situation wird jedoch weiterhin beobachtet, denn möglicherweise haben die neuen Planungsregeln und der steigende Bedarf an Zebrastreifen Einfluss auf zukünftige Entscheidungen.

Neuer Wind für planen und schützen

Dank der neuen Regelungen müssen Verkehrsbehörden mittlerweile keine Fuß- und Fahrverkehrszählungen oder Nachweise für besondere Gefahren mehr erbringen, um einen Zebrastreifen zu planen. Dies könnte auch in der Josefstadt neue Perspektiven eröffnen. Zebrastreifen werden zukünftig als Tempolimit von 30 Stundenkilometern ausgeschrieben, was den Fußgängern mehr Sicherheit geben würde.

Es bleibt abzuwarten, wie die Prüfungen von MA 46 und die Abstimmungen mit dem Bezirk verlaufen werden. Eines ist sicher: Die FPÖ setzt sich mit Nachdruck für mehr Sicherheit auf den Straßen für die kleinsten Bürgerinnen und Bürger ein. Die Diskussion um die Zebrastreifen in der Josefstadt könnte somit erste Schritte in eine sicherere Zukunft für den Fußverkehr darstellen. Alte Regeln geraten ins Hintertreffen – ein neuer Ansatz könnte hier wirklich Wunder wirken.