Heute ist der 5.03.2026 und Wien zeigt sich einmal mehr als Vorreiter in der Umsetzung nachhaltiger Baupraktiken. Im 14. Wiener Gemeindebezirk wurden 2025 neue Wasserleitungen verlegt, dabei setzt das Bauunternehmen PORR auf elektrisch betriebene Geräte. Diese Maßnahme dient nicht nur der Effizienz, sondern auch der Reduktion von Emissionen. CEO Karl-Heinz Strauss hebt hervor, dass sie nicht nur Elektromotoren verwenden, sondern auch Potenziale in der Nutzung von Wasserstoff sehen.

Besonders bemerkenswert ist ein Pilotprojekt im 6. Wiener Gemeindebezirk, wo im Oktober 2025 der weltweit erste Praxiseinsatz eines Wasserstoff-Baggerladers stattfand. Dieser Fortschritt ermöglichte eine Reduktion der Emissionen des Bautrupps um bis zu 90 Prozent. Der Bauprozess wird durch die Optimierung des Mischverfahrens, das Recyclingstoffe und energiereduzierte Prozesse einbezieht, weiter verbessert. Die größten Emissionstreiber in der Bauwirtschaft, Beton und Asphalt, stehen somit im Fokus der Optimierungsmaßnahmen.

Innovationen und nachhaltige Ziele

Ein weiteres spannendes Forschungsprojekt ist „SmartStreet“, das in Zusammenarbeit mit der Universität Innsbruck durchgeführt wird. Hierbei wird Künstliche Intelligenz eingesetzt, um optimale Mischverhältnisse von Asphalt und Beton zu ermitteln. Das Ziel ist ein erweiterbares Datenmodell zur Optimierung von Recyclingmaterial. PORR plant bis 2030 eine Reduktion der Scope-1- und Scope-2-Emissionen um 43 Prozent sowie der Scope-3-Emissionen um 25 Prozent.

Ein weiterer Schritt in Richtung Nachhaltigkeit ist die Inbetriebnahme des ersten österreichischen Gips-zu-Gips-Recyclingwerks in Stockerau, das jährlich bis zu 60.000 Tonnen Altgips aufbereiten kann. Die Asphaltmischanlage in Wien-Simmering wurde bereits 2024 modernisiert, um bis zu 100 Prozent Recyclingmaterial zu verarbeiten. Zudem wird an der Senkung der Produktionstemperatur von Asphalt um 30 Grad Celsius geforscht, was den CO2-Ausstoß um 22 Prozent reduzieren könnte. Diese Projekte sind Teil der ESG-Strategie von PORR, die 18 messbare Ziele und 55 konkrete Maßnahmen umfasst.

Partnerschaften für eine grünere Zukunft

In ähnlicher Weise verfolgt auch das Unternehmen Remondis, das in Deutschland tätig ist, einen nachhaltigen Ansatz im Recycling. Im Jahr 2023 erzielte Remondis einen Umsatz von 12,1 Milliarden Euro und beschäftigt rund 43.000 Mitarbeitende in mehr als 30 Ländern. Sie recyceln jährlich über 20 Millionen Tonnen Stoffströme und haben eine führende Stellung im deutschen Markt inne. Remondis bringt umfangreiche Expertise im Recycling von Elektromotoren mit und nutzt ein weitreichendes Verwertungsnetzwerk.

Remondis verpflichtet sich, recyceltes Metall an zertifizierte Aufbereiter zu liefern, was auch ABB, ein Unternehmen, das in der Antriebstechnik tätig ist, unterstützt. Dieses Zusammenspiel zeigt, wie wichtig Kooperationen sind, um nachhaltige Lösungen zu finden und die Umweltbelastungen zu minimieren. Nachhaltigkeitszertifikate von Remondis dokumentieren Einsparungen bei Primärrohstoffen, Energieverbrauch und CO2-Emissionen, was als offizieller Nachweis der Nachhaltigkeitsleistungen für teilnehmende Unternehmen dient.

Insgesamt zeigt sich, dass Wien und Unternehmen wie PORR und Remondis gemeinsam an einer klimafreundlichen und effizienten Zukunft arbeiten. Die Integration von neuen Technologien und innovativen Partnerschaften ist der Schlüssel, um die Herausforderungen der Bauwirtschaft und des Recyclings zu meistern. Diese Entwicklungen sind nicht nur für die Stadt von Bedeutung, sondern sie setzen auch Maßstäbe für andere Regionen und Industrien.

Für mehr Informationen zu diesen Themen lesen Sie den Artikel im brutkasten und erfahren Sie mehr über die Recycling-Initiativen von Remondis.