In der Wiener Innenstadt brodelt es rund um das Prestigeprojekt „Mandarin Oriental“. Am 31. März 2026 wurden am Handelsgericht Wien gleich zwei Konkursverfahren eröffnet, die die beteiligten Firmen hagenauer Austria GmbH & Co KG und hagenauer Austria GmbH in große Schwierigkeiten bringen. Die Gründe für den finanziellen Kollaps sind vielschichtig und reichen von erheblichen Liquiditätsengpässen bis hin zu ausbleibenden Zahlungen der Auftraggeberin seit Januar 2026. Diese Entwicklungen bedrohen das Bauvorhaben „Hotel Riemergasse RG7“, das als Totalunternehmerin von der betroffenen Projektgesellschaft verantwortet wird, gleichzeitig ist das Mandarin Oriental Vienna als Hotelbetreiber jedoch nicht betroffen, wie heute.at berichtet.
Die hagenauer Austria GmbH & Co KG, die 2021 gegründet wurde, steht unter einem massiven Druck: Der Wegfall der Finanzierung durch die Muttergesellschaft und erhebliche Probleme bei der Erbringung von Leistungen tragen zur prekären Lage bei. Während die Hauptgesellschaft bilanziell mit Aktiva von etwa 21,3 Millionen Euro und Passiva von rund 18,9 Millionen Euro aufwarten kann, ist tatsächlich keine rechnerische Überschuldung zu erkennen. Dennoch fehlen die flüssigen Mittel, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Auch die zweite Firma, eine Arbeitsgesellschaft ohne eigenes Vermögen, sieht sich gezwungen, die Reißleine zu ziehen und hat nur ein Bankguthaben von etwa 75.000 Euro.
Kritische Folgen für die Betroffenen
Von der Insolvenz sind nicht nur die sechs Mitarbeiter betroffen, sondern auch rund 80 Gläubiger, die bis zum 28. Mai 2026 ihre Forderungen anmelden können. Die erste Gläubigerversammlung ist bereits für den 11. Juni 2026 angesetzt. Als Masseverwalter wurden Dr. Stephan Riel und Mag. Clemens Richter bestellt, um die Situation zu klären und einen geordneten Ablauf zu gewährleisten, wie oe24.at berichtet.
Die aktuellen Turbulenzen werfen ein grelles Licht auf die Herausforderungen im Bau- und Immobilienbereich in Wien. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Situation für die Betroffenen entwickeln wird und ob das prestigeträchtige Hotelprojekt „Mandarin Oriental“ letztendlich realisiert werden kann. Während die betroffenen Firmen vor einem Scherbenhaufen stehen, bleibt das Hotel selbst unberührt und hofft, dass die Schwierigkeiten mit den externen Bau- und Entwicklungsunternehmen schnell gelöst werden können.