Im Jahr 2025 hat der Wiener Gesundheitsverbund (WIGEV) bemerkenswerte Fortschritte erzielt und Zahlen präsentiert, die sowohl Gesundheitsversorgung als auch technische Innovation in den Mittelpunkt rücken. Mit insgesamt 131.056 durchgeführten Operationen zeigen die WIGEV-Kliniken einen Anstieg um 2.263 im Vergleich zum Vorjahr. Ein Blick in die Zahlen offenbart zudem, dass die stationären Patienteneinweisungen mit 244.548 Aufnahmen leicht gestiegen sind. Überraschend stabil blieb allerdings die Zahl der ambulanten Kontakte, die sich weiterhin bei rund 5,2 Millionen bewegen. Diese Entwicklungen haben Puls24 nachgezeichnet.
Die flächendeckende medizinische Versorgung hat auch im Rettungsdienst ihre Spuren hinterlassen: Über 90% aller Rettungsanfahrten in Wien erfolgen zu WIGEV-Kliniken, nachts sogar beeindruckende 94%. Generaldirektorin Evelyn Kölldorfer-Leitgeb hob hervor, dass alle 2,5 Minuten eine WIGEV-Klinik durch einen Rettungswagen angefahren wird. Dies zeugt von der hohen Nachfrage und Dringlichkeit in der Stadt. Um die Herausforderungen in der Personalfluktuation zu meistern, konnte die Fluktuationsrate auf 8,8% gesenkt werden, wobei der Besetzungsgrad in der Pflege bei 95% und im ärztlichen Bereich bei 96% liegt.
Modernisierung und Innovation im WIGEV
Ein zentraler Aspekt des WIGEV ist das umfangreiche Modernisierungsprogramm, das bis 2030 mit Investitionen von insgesamt 3,3 Milliarden Euro vorangetrieben wird. Im Jahr 2025 wurde der neue Zubau des Instituts für Physikalische Medizin und Rehabilitation in der Klinik Favoriten eröffnet, während Rohbauten in der Klinik Hietzing, der Klinik Ottakring und im Therapiezentrum Ybbs erfolgreich abgeschlossen wurden. Dies ist Teil der fortlaufenden Bemühungen, den WIGEV zu einem modernen Gesundheitsdienstleister auszubauen. Diese Maßnahmen sind nicht nur auf medizinische, sondern auch auf ökologische Standards ausgerichtet, wie der Gesundheitsverbund berichten kann.
Zusätzlich zu den baulichen Modernisierungen hat der WIGEV auch in innovative Technologien investiert. Die robotergestützte Chirurgie, die seit 2023 ausgebaut wird, hat sich als besonders erfolgreich erwiesen, mit aktuell acht Da-Vinci-Robotern im Einsatz. Im Jahr 2025 wurden mehrere medizinische Premieren gefeiert, darunter die erstmalige Durchführung einer minimal-invasiven Herz-Bypass-Operation in der Klinik Floridsdorf. Auch neue Behandlungsmethoden wie CAR-T-Zelltherapie am AKH Wien zeigen das innovative Potenzial des Verbundes.
Ausblick auf 2026
Blickt man in die Zukunft, so stehen im Jahr 2026 weitere spannende Entwicklungen an. Die Einführung des ersten Bronchoskopie-Roboters in der Klinik Floridsdorf sowie die Anschaffung eines weiteren Da-Vinci-Systems in der Klinik Hietzing sind bereits geplant. Diese Schritte unterstreichen das Bestreben, die medizinische Versorgung in Wien kontinuierlich zu optimieren und an die neuesten Standards anzupassen. Laut Wien.gv.at sollen diese Innovationen auch in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden.