Der Wiener Gesundheitsverbund (WIGEV) hat auch für das Jahr 2025 beeindruckende Ergebnisse präsentiert. In einer Jahres-Pressekonferenz wurden die zentralen Entwicklungen und Neuerungen des Jahres vorgestellt. Insgesamt wurden im WIGEV 131.056 Operationen durchgeführt, was einen Anstieg um 2.263 im Vergleich zu 2024 bedeutet. Auch die Zahl der stationären Patienten stieg von 243.607 auf 244.548 Aufnahmen, während die Zahl der ambulanten Kontakte stabil bei rund 5,2 Millionen blieb. Diese Zahlen verdeutlichen die hohe Nachfrage nach medizinischen Dienstleistungen in der Region.
Der WIGEV, der die Kliniken Landstraße, Favoriten, Hietzing, Ottakring, Floridsdorf, Donaustadt und das AKH umfasst, bleibt als größter Gesundheitsdienstleister und Ausbilder für Gesundheitsberufe in Österreich ein zentraler Akteur im Gesundheitswesen. Generaldirektorin Evelyn Kölldorfer-Leitgeb betonte, dass alle 2,5 Minuten eine WIGEV-Klinik von einer Rettung angefahren wird. Im Vorjahr gab es beeindruckende 211.000 Rettungsanfahrten zu den WIGEV-Kliniken, wobei rund 90% aller Rettungsanfahrten in Wien vom WIGEV übernommen werden, nachts sogar 94%.
Innovationen und Modernisierungsprogramme
Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem fortschreitenden Modernisierungsprogramm, das bis 2040 mit einer Investitionssumme von 3,3 Milliarden Euro bis 2030 fortgeführt wird. Im Jahr 2025 wurde der neue Zubau des Instituts für Physikalische Medizin und Rehabilitation in der Klinik Favoriten eröffnet. Zudem wurden Rohbauten in der Klinik Hietzing, der Klinik Ottakring sowie im Therapiezentrum Ybbs fertiggestellt. Neueste Technologien kommen ebenfalls zum Einsatz: In der Klinik Floridsdorf wurde erstmals eine minimal-invasive Herz-Bypass-Operation mit einem Da-Vinci-Roboter durchgeführt. Auch die Klinik Landstraße erhielt eine biplane Angiografie-Anlage, während die Klinik Donaustadt mit einem neuen MRT-Gerät ausgestattet wurde.
Der WIGEV setzt zudem auf robotergestützte Chirurgie: Seit 2023 wird diese Technologie kontinuierlich ausgebaut, und aktuell sind bereits 8 Da-Vinci-Roboter im Einsatz. Ein weiteres Da-Vinci-System ist für die Klinik Hietzing in Planung. Diese Entwicklungen tragen zur Zunahme ambulanter Eingriffe bei, die durch High-End-Medizintechnik unterstützt werden.
Personal und Herausforderungen
Die Fluktuation des Personals ist im Jahr 2025 auf 8,8% gesunken, was einen positiven Trend für die Stabilität und Kontinuität der Versorgung zeigt. Der Besetzungsgrad liegt bei 95% in der Pflege und 96% im ärztlichen Bereich. Trotz dieser Erfolge gibt es Herausforderungen zu bewältigen: Die Personalkosten stiegen von 2024 auf 2025 um 7%, während der nicht-medizinische Sachaufwand und medizinisches Material um 8% zulegten. Diese Kostensteigerungen sind vor allem auf die steigenden Energiepreise und neue Therapien in der Onkologie zurückzuführen.
Die Stadt Wien unterstützt den WIGEV derzeit mit einem Zuschuss zur Kostendeckung, um die Finanzierung der Spitalleistungen sicherzustellen. Herwig Wetzlinger, Stellvertreter von Kölldorfer-Leitgeb, sprach sich für eine vollständige Finanzierung aus, um die hohe Versorgungsqualität weiterhin gewährleisten zu können.
Insgesamt zeigt der Wiener Gesundheitsverbund mit den Entwicklungen und Herausforderungen des Jahres 2025, dass er weiterhin ein wichtiger Bestandteil des Gesundheitswesens in Wien bleibt. Mit einer breiten Palette an medizinischen Innovationen und einem klaren Fokus auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten setzt der WIGEV Maßstäbe für die Zukunft.
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