Am 12. April 2026 ist Abt em. Gerhard Hradil im Alter von 98 Jahren verstorben. Der zuletzt in Heiligenkreuz lebende Abt war in der katholischen Gemeinschaft tief verwurzelt und wirkte über Jahrzehnte hinweg entscheidend im Zisterzienserstift. Gerhard, geboren als Karl Hradil am 28. Oktober 1928 in Wien/Lainz, trat 1947 ins Noviziat des Stiftes ein und erhielt dort seinen Ordensnamen. Seine religiöse Laufbahn war von der Suche nach Gemeinschaft und Spiritualität geprägt. Das Kloster und die Region verlieren mit ihm eine Schlüsselfigur des Glaubens.

Seine Priesterweihe erhielt Hradil am 23. November 1952 durch Theodor Kardinal Innitzer in der Stiftskirche, was den Beginn seiner seelsorgerischen Tätigkeit darstellt. Zunächst als Kaplan in Heiligenkreuz aktiv, übernahm er bald Verantwortung in verschiedenen Pfarreien und wurde Dekanatsjugendseelsorger. Ab 1966 lenkte er als Novizenmeister und Subprior die Geschicke des Klosters und entwickelte dabei ein feines Gespür für die Bedürfnisse der Gemeinschaft.

Ein Leben für das Kloster

1983 wurde er zum 66. Abt des Zisterzienserstiftes Heiligenkreuz gewählt und erhielt seine Benediktion von Franz Kardinal König. Unter seiner Leitung erlebte das Stift eine Blütezeit, die auch durch die Gründung des Priorats Bochum-Stiepel 1988 sichtbar wurde. Von 1984 bis 1989 setzte er sich als Vorsitzender der diözesanen Wiener Superiorenkonferenz für die Belange der Orden ein und war von 1991 bis 1997 Präses der Österreichischen Zisterzienserkongregation. Mit seiner Resignation aus gesundheitlichen Gründen im Jahr 1999, hinterließ Hradil einen bleibenden Eindruck auf alle, die mit ihm zusammenarbeiten durften.

Bis kurz vor seinem Tod war Abt Gerhard aktiv im Gemeinschaftsleben engagiert und genoss das Vertrauen seiner Mitbrüder und der Gläubigen. Seine Verdienste wurden nicht nur im Kloster, sondern auch in der Gemeinde Heiligenkreuz gewürdigt, wo er als Ehrenbürger geschätzt wurde. Eine tief empfundene Trauer erfüllt die Gemeinschaft, und die letzten Feierlichkeiten zu seinen Ehren sind bereits in Planung.

Letzte Würdigung

Die Trauerfeierlichkeiten beginnen am 17. April 2026 um 8 Uhr in der Totenkapelle des Kreuzgangs des Stiftes Heiligenkreuz. Am 18. April findet um 10 Uhr das Pontifikalrequiem in der Stiftskirche statt, zu dem alle Priester eingeladen sind, die eine Albe und schwarze Stola mitbringen möchten. Die Beisetzung erfolgt im Mönchsfriedhof. Die Gemeinde und der Konvent des Stiftes laden alle ein, diesen außergewöhnlichen Mann zu würdigen und Abschied zu nehmen.

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Gerhard Hradil hat ein bemerkenswertes Leben geführt und wird von vielen als Vorbild in der Glaubensgemeinschaft angesehen. Sein Wirken wird nicht nur in Heiligenkreuz, sondern auch weit darüber hinaus in Erinnerung bleiben. Für viele war er ein Lichtblick, ein Mentor und vor allem ein Bruder im Glauben.

Für weitere Informationen über sein Leben und seine Verdienste können Sie die Beiträge auf Wikipedia und die Stiftsseite Heiligenkreuz nachlesen.