Die Wiener Linien setzen im März ein umfangreiches Frühlingsbaustellenprogramm in Gang, das mehrfache Gleisbauarbeiten im gesamten Netz nach sich zieht. Ab dem 3. März werden in verschiedenen Phasen massive Einschränkungen für Fahrgäste der Straßenbahn und U-Bahn zur Realität, wie die Die Presse berichtet.

Insgesamt werden mehr als 1500 Meter Gleise entlang der Simmeringer Hauptstraße erneuert. Besonders betroffen sind die Linien 11 und 71, deren Betrieb ab 22:30 Uhr eingeschränkt sein wird. Von Montag bis Freitag wird die Linie 11 zwischen Geiereckstraße und Kaiserebersdorf sowie die Linie 71 zwischen St. Marx und Kaiserebersdorf kurzgeführt. Als Ersatz wird die Linie 71E eingerichtet, die in den Abendstunden eine Verbindung zwischen Kaiserebersdorf und Simmering garantiert.

Baustellenfahrplan im Detail

Dieses Bauvorhaben gliedert sich in drei Phasen:

  • Phase 1 (3. März bis Juli): Linie 11 und 71 kurzgeführt.
  • Phase 2 (Anfang Juli bis Anfang September): weitere Einschränkungen für die gleichen Linien.
  • Phase 3 (Anfang September bis Ende Oktober): erneut kein Betrieb zwischen Zentralfriedhof 3. Tor und Kaiserebersdorf.

Zusätzlich wird die Linie 46 von 16. März bis Mitte Juli umgeleitet, während die Linie 6 von 3. März bis 26. April in Betriebsschwierigkeiten gerät. Auch die Linien 40, 41 und 42 sind betroffen, da am Aumannplatz Gleissanierungen stattfinden.

Umfangreiche Modernisierungsarbeiten

Der Frühlingszeitraum wird ebenso genutzt, um eine Vielzahl an Modernisierungsarbeiten im Rahmen des Programms „Netz erst recht!“ fortzusetzen. Dabei stehen großflächige Sanierungen im Fokus, um den Fahrgästen in Wien echte Verbesserungen zu bieten. Wien.gv.at hebt hervor, dass im Jahr 2023 insgesamt 12,5 Kilometer Straßenbahngleise getauscht werden, außerdem werden 33 neue Bim-Weichen eingebaut.

Zusätzlich zu den Baustellen auf der Simmeringer Hauptstraße wird im April auch in der Dornbacher Straße sowie in der Hernalser Hauptstraße ordentlich gewerkelt. Die Arbeiten an der U6 während der Osterferien und die Gleisbaustellen am Universitätsring sind ebenfalls Teil dieser Initiative. Notwendig geworden sind diese Maßnahmen auch aufgrund der Erneuerung des U-Bahn-Netzes mit 83 Kilometern.

Die Wiener Linien arbeiten jährlich an etwa 100 Baustellen, wobei nur ein Viertel davon den Betrieb der Linien direkt betrifft. Damit trotz der Baustellen ein reibungsloser Verkehr aufrechterhalten werden kann, werden Intervalle der umliegenden Linien verdichtet und größere Fahrzeuge eingesetzt. Alternativen und Umleitungen werden bereitgestellt, um die Mobilität der Fahrgäste zu gewährleisten. Wiener Linien empfiehlt, zur Sicherheit einige Minuten mehr für die Wege einzuplanen und informiert über Ausweichrouten auf wienmobil.at oder in der WienMobil-App.

Fahrgäste sollten sich also auf einige Umstellungen einstellen, können jedoch darauf vertrauen, dass die langfristigen Vorteile dieser Modernisierungen zu einer spürbaren Verbesserung ihrer Fahrten in der Zukunft führen werden.