Am 15. März 2026 fand die 98. Oscar-Verleihung statt, bei der der Politthriller „One Battle After Another“ von Paul Thomas Anderson als bester Film ausgezeichnet wurde. Der Film, der insgesamt sechs Oscars gewann, erzählt die bewegende Geschichte eines Mannes, der seine Tochter vor einem Extremisten retten möchte, während er sich mit seiner Vergangenheit als Kämpfer gegen die US-Einwanderungspolizei auseinandersetzt. Anderson, der zuvor 14 Mal für den Oscar nominiert war, erhielt an diesem Abend auch Auszeichnungen für die Regie und das adaptierte Drehbuch sowie als Mitproduzent. Dies war sein erster Oscar, ein bedeutender Moment in seiner Karriere, der ihm nun auch den Titel des besten Regisseurs einbrachte.
Die Gala, die von Conan O’Brien moderiert wurde, war nicht nur ein Fest der Filminnovationen, sondern auch ein Forum für politische Äußerungen. Während der Veranstaltung gab es indirekte Kritik an US-Präsident Donald Trump, und Javier Bardem ergriff die Gelegenheit, eine klare Botschaft gegen den Krieg im Nahen Osten zu senden und für die Befreiung Palästinas zu plädieren. In dieser politisch aufgeladenen Atmosphäre wurde die Oscar-Verleihung vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs durchgeführt.
Sternstunden für die Darsteller
Die Schauspiel-Oscars gingen an herausragende Leistungen: Sean Penn wurde für seine Rolle als Colonel Steven Lockjaw in „One Battle After Another“ als bester männlicher Nebendarsteller ausgezeichnet, obwohl er der Gala fernblieb und sich in Europa aufhielt. Michael B. Jordan erhielt den Oscar als bester Hauptdarsteller für seine beeindruckende Doppelrolle in dem Vampir-Horrorfilm „Blood & Sinners“, der ebenfalls vier Oscars gewann. Jessie Buckley wurde für ihre bewegende Darstellung in „Hamnet“ als beste Hauptdarstellerin geehrt, während Amy Madigan den Oscar für die beste Nebendarstellerin in „Weapons – Die Stunde des Verschwindens“ erhielt.
„Blood & Sinners“, das von Ryan Coogler inszeniert wurde, handelt von Zwillingsbrüdern, die in den 1930er Jahren gegen übernatürliche Mächte und Rassismus kämpfen. Der Film war mit 16 Nominierungen im Rennen und verpasste knapp den Rekord für die meisten Auszeichnungen. Coogler wurde zudem mit dem Oscar für das beste Originaldrehbuch ausgezeichnet. Für die beste Kamera ging der Preis an Autumn Durald Arkapaw, die damit als erste Frau in dieser Kategorie geehrt wurde.
Internationale Anerkennung und weitere Auszeichnungen
Die Oscar-Verleihung war auch ein Zeichen für die internationale Filmkunst. Der norwegische Film „Sentimental Value“ wurde als bester internationaler Film ausgezeichnet, während der Dokumentarfilm „Mr. Nobody Against Putin“, der die Geschichte eines russischen Lehrers erzählt, der sich der Indoktrinierung widersetzt, ebenfalls einen Oscar erhielt. Diese Auszeichnungen unterstreichen die Vielfalt und den Mut, den die Filmschaffenden weltweit zeigen.
In der Kategorie Animationsfilm wurde „KPop Demon Hunters“ sowohl für den besten Film als auch für den besten Song ausgezeichnet. Ein Gleichstand im Kurzfilm-Bereich führte dazu, dass gleich zwei Filme – „The Singers“ und „Two People Exchanging Saliva“ – mit einem Oscar geehrt wurden. Die Oscar-Verleihung war somit nicht nur ein Abend der Glanzstücke, sondern auch ein Bekenntnis zu den Herausforderungen und dem Engagement, das die Filmschaffenden in ihrer Arbeit reflektieren.
Für viele war die Veranstaltung ein weiteres Beispiel dafür, wie Filme nicht nur unterhalten, sondern auch gesellschaftliche Themen aufgreifen und zur Diskussion anregen können. So bleibt abzuwarten, welche Geschichten und Talente die nächste Oscar-Verleihung hervorbringen wird.
Weitere Informationen über die Veranstaltung und die Gewinner finden Sie auf Kölner Stadt-Anzeiger, SWP und Süddeutsche Zeitung.


