Heute ist der 31.03.2026 und in Wien, speziell in Strebersdorf, wird deutlich, wie wichtig die Arbeit der Johanniter Österreich für die Gesellschaft ist. Im Jahr 2025 verzeichnete die Organisation ein beeindruckendes Wachstum und ein starkes Engagement. Die Zahlen sprechen für sich: Über 200.000 Einsätze wurden geleistet, was im Schnitt etwa 550 Einsätze pro Tag entspricht. Insgesamt wurden 3,4 Millionen Kilometer zurückgelegt, um Menschen in Not zu helfen.
Die Johanniter Österreich beschäftigen 1.563 Mitarbeitende, darunter 635 Ehrenamtliche, die zusammen mehr als 120.300 Stunden ehrenamtlicher Arbeit geleistet haben. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Ausbildung von Ersthelfern: Rund 22.300 Personen haben in fast 1.800 Kursen Erste Hilfe erlernt, wobei die Ausbildung sowohl klassische Erste-Hilfe-Kurse als auch psychische Erste Hilfe umfasst. Diese Ausbildung ist entscheidend, um in Notfallsituationen schnell und effektiv handeln zu können. Studien zeigen, dass Erste-Hilfe-Maßnahmen entscheidend für die Rettungskette und den Ausgang von Unglücken sind, was die Bedeutung solcher Schulungen unterstreicht (Quelle).
Erste Hilfe und Ausbildungsmöglichkeiten
Die Johanniter bieten eine umfassende Ausbildung, die nicht nur auf körperliche Verletzungen, sondern auch auf psychische Notlagen eingeht. In den Kursen werden Themen wie Eigenschutz, Unfallabsicherung, Wundversorgung und die Behandlung von Verletzungen wie Verbrennungen und Vergiftungen behandelt. Auch lebensrettende Sofortmaßnahmen, wie die stabile Seitenlage und Wiederbelebung, stehen auf dem Programm. Die Lehrgänge sind in verschiedene Module unterteilt und richten sich an unterschiedlichste Zielgruppen, darunter Führerscheinbewerber, Erzieher und aktive Sportler. So wird sichergestellt, dass jeder die nötigen Kenntnisse erwirbt, um im Notfall helfen zu können (Quelle).
Die Johanniter bilden auch Zivildiener und FSJler:innen aus, wobei 285 Zivildiener in 45.600 Ausbildungsstunden zu Rettungssanitätern ausgebildet wurden. Die Organisation stellt zudem 538 Plätze für wohnungslose Menschen im Rahmen ihres Winterpakets 2025/26 zur Verfügung und hat bis Mitte März bereits fast 34.000 Nächtigungen in ihren Einrichtungen verzeichnet. Auch die sanitätsdienstliche Absicherung von mehr als 500 Veranstaltungen zeigt das Engagement der Johanniter für die Gesellschaft.
Bedeutung der regelmäßigen Auffrischung
Ein einmaliger Erste-Hilfe-Kurs reicht oft nicht aus. Experten empfehlen, die Kenntnisse alle fünf Jahre in einem Wiederholungskurs aufzufrischen. Der ehemalige DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters betont, wie wichtig kontinuierliche Weiterbildung in der Ersten Hilfe ist, um im Ernstfall richtig reagieren zu können. In Deutschland sterben täglich durchschnittlich acht Menschen im Straßenverkehr, was die Notwendigkeit von gut ausgebildeten Ersthelfern unterstreicht. Ein einfacher Erste-Hilfe-Kurs für den Führerschein gilt zwar lebenslang, doch die regelmäßige Auffrischung ist für alle, die in Notfallsituationen helfen möchten, von großer Bedeutung (Quelle).
Insgesamt ist die Arbeit der Johanniter Österreich nicht nur ein wichtiger Bestandteil der Wiener Gesellschaft, sondern auch ein Beispiel dafür, wie durch Ausbildung und Engagement Leben gerettet werden können. Die umfassende Unterstützung und die Vielzahl an Angeboten zeigen, dass jeder Einzelne einen wertvollen Beitrag leisten kann, um in Notlagen schnell und effektiv zu helfen.





