Kalchreuth, im malerischen Bayern gelegen, bietet ein charmantes Bild von ländlicher Idylle und historischer Bedeutung. Mit einer Höhe von 413 Metern über dem Meeresspiegel und einer Fläche von 10,86 km², ist die Gemeinde, die zur Region Mittelfranken gehört, ein kleiner, aber feiner Ort mit 2.994 Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2024) und einer Bevölkerungsdichte von 276 Einwohnern pro km². Geografisch befindet sich Kalchreuth etwa 10 Kilometer nordöstlich von Nürnberg und südöstlich von Erlangen, eingebettet im Erlanger Oberland auf einem Höhenrücken des Sebalder Reichswalds.

Die Gemeinde hat einige interessante Nachbarn, darunter Uttenreuth im Nordwesten, Dormitz im Norden, Eckental im Nordosten sowie Heroldsberg im Süden und Südosten. Die idyllische Landschaft wird durch die angrenzenden gemeindefreien Gebiete, wie den Dormitzer Forst und den Kalchreuther Forst, ergänzt, die zahlreiche Möglichkeiten für Erholung und Naturerlebnisse bieten.

Gemeindeverwaltung und Infrastruktur

Die Gemeindeverwaltung hat ihren Sitz in der Rathausstraße 1, 90562 Kalchreuth. Der neu gewählte erste Bürgermeister, Otto Klaußner von der CSU, hat sein Amt am 27. Februar 2024 angetreten. Die Gemeinde ist über die Haltestelle der Gräfenbergbahn (RB 21) sowie die VGN-Regionalbuslinie 210 gut an das Verkehrsnetz angebunden. Zudem verlaufen die Staatsstraße 2243 und mehrere Kreisstraßen durch das Gemeindegebiet.

In Kalchreuth gibt es sechs Gemeindeteile: Gabermühle, Käswasser, Minderleinsmühle, Stettenberg, Kalchreuth (Hauptort) und Röckenhof, wobei die Gemarkungen Kalchreuth und Röckenhof die Flächen aufteilen. Die historische Entwicklung der Gemeinde reicht bis ins Jahr 1298 zurück, als Kalchreuth erstmals urkundlich als „Kalkrevt“ erwähnt wurde. Auch die slawische Besiedlung im 8. Jahrhundert und die Zerstörungen während der Markgrafenkriege prägen die Geschichte des Ortes.

Sehenswürdigkeiten und Kultur

Ein Highlight in Kalchreuth ist die gotische Sankt-Andreas-Kirche, die 1471 erbaut wurde und mit Ausstattung von Michael Wolgemut aufwartet. Das Hallerschloss, ein ehemaliges Wasserschloss, war von 1395 bis 1850 im Besitz der Familie Haller von Hallerstein und ist heute ein weiteres Zeugnis der reichen Geschichte der Gemeinde.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Kalchreuth lebt auch von seinen Traditionen und Veranstaltungen. Die Kirchweih (Kärwa) am zweiten Wochenende im August und die Kirschkerwa am ersten Sonntag im Juli ziehen viele Besucher an. Sportlich aktiv wird Kalchreuth durch den 1. FC Kalchreuth e.V., der 2016 in die Bezirksliga aufstieg und damit einen wichtigen Platz im Vereinsleben der Gemeinde einnimmt.

Umwelt und Natur

Die Natur rund um Kalchreuth ist ein wahres Ausflugsparadies. Der Kalchreuther Forst ist sehr beliebt bei Wanderern und Naturliebhabern. Hier kann man nicht nur die Ruhe der Natur genießen, sondern auch geschützte Biotope und verschiedene Pflanzenarten entdecken. Das Klima wird durch den Klimawandel zunehmend beeinflusst, mit Anstiegen der Temperaturen und seltenen Schneefällen im Winter.

Das Wappen der Gemeinde, das am 10. Dezember 1981 genehmigt wurde, zeigt verschiedene Symbole, darunter einen rot gekrönten Löwen und eine silberne Kirschblüte. Solche Symbole sind mehr als nur Schmuckstücke; sie erzählen die Geschichte und Identität Kalchreuths.

Für die Bürger von Kalchreuth wird seit 1992 wöchentlich ein „wochenblatt“ herausgegeben, das mit einer Auflage von 17.000 Exemplaren die Bevölkerung stets informiert und verbindet.

Insgesamt ist Kalchreuth ein Ort, der Tradition und Moderne harmonisch vereint und seinen Bewohnern sowie Besuchern viel zu bieten hat.