In der Nacht vom 20. Dezember 2025 wurden die Anwohner in Wien-Favoriten von lautem Geschützfeuer aus einer Wohnung überrascht. Ein 19-jähriger ungarischer Staatsbürger hatte sich dazu entschieden, mit einer Schreckschusspistole aus seinem Fenster zu schießen. Dies führte zu zahlreichen Polizeieinsätzen, da mehrere besorgte Nachbarn die Einsatzkräfte alarmierten, um die Situation unter Kontrolle zu bringen. Wie vienna.at berichtet, rückten sowohl das Stadtpolizeikommando Favoriten als auch die Sondereinheit WEGA an den Einsatzort an.
Als die Polizei eintraf, öffnete der 19-Jährige freiwillig die Tür seiner Wohnung. Bei der Durchsuchung wurde die Schreckschusspistole sowie die passende Munition sichergestellt. Zudem stellte sich heraus, dass der junge Mann in einem alkoholisierten Zustand war. Dies brachte ihm nicht nur die Aufregung der Nachbarn, sondern auch rechtliche Konsequenzen ein. Es wurde eine Anzeige wegen Ordnungsstörung und Erregung öffentlichen Ärgernisses erstattet, und ein vorläufiges Waffenverbot wurde ausgesprochen, wie auch 5min.at festhält.
Kontext der Waffengesetzgebung
Der Vorfall kommt in einer Zeit, in der Österreichs Waffengesetze eine umfassende Verschärfung erfahren haben. Am 16. Oktober 2025 wurden neue Regelungen im Bundesgesetzblatt veröffentlicht, die darauf abzielen, Amokläufen und illegalem Waffenhandel entgegenzuwirken. Insbesondere wird das Mindestalter für den Besitz von Schusswaffen der Kategorien A und B von 21 auf 25 Jahre angehoben. Die österreich.gv.at erläutert, dass die gesetzlichen Änderungen auch eine Verbesserung der Prüfung der waffenrechtlichen Verlässlichkeit beinhalten.
Die Neuregelungen verlangen zudem eine „Abkühlphase“ von vier Wochen beim erstmaligen Erwerb von Schusswaffen, die ursprünglich nur drei Werktage betrug. Diese Maßnahmen sollen die Sicherheit erhöhen und verhindern, dass waffenrechtlich unzuverlässige Personen Zugang zu Schusswaffen erhalten. Insbesondere ist es wichtig, dass solche Vorfälle in Zukunft weiter minimiert werden.
Die Polizei wird den Fall weiter verfolgen, und es bleibt abzuwarten, welche weiteren rechtlichen Schritte gegen den 19-Jährigen unternommen werden. Fest steht jedoch, dass die Geschehnisse in Favoriten ein weiteres Beispiel dafür sind, dass sowohl präventive Maßnahmen als auch das Bewusstsein für Waffenbesitz in der Gesellschaft verstärkt werden müssen.