Heute ist der 1.03.2026 und die Vorbereitungen für den Eurovision Song Contest (ESC) laufen auf Hochtouren. Ein bedeutendes Ereignis fand kürzlich statt: Die Abstimmung für das Super-Finale von „Das deutsche Finale 2026“ wurde beendet und die Ergebnisse sind nun veröffentlicht. Die drei Favoriten, die sich aus insgesamt 369 Stimmen herauskristallisierten, sind wavvyboi mit „black glitter“ (26%, 238 Stimmen), Sarah Engels mit „Fire“ (23%, 212 Stimmen) und Molly Sue mit „Optimist (Ha Ha Ha)“ (20%, 180 Stimmen). Weitere Teilnehmer, die nicht in die Top drei kamen, sind RAGAZZKI mit „Ciao Ragazzki“ (8%, 74 Stimmen), BELA mit „Herz“ (6%, 55 Stimmen), Malou Lovis mit „when I’m with you“ (6%, 53 Stimmen) und Myle mit „A OK“ (6%, 51 Stimmen). Die Abstimmung dauerte nur 15 Minuten und wurde durch Serverüberlastung erschwert, sodass nicht alle Stimmen erfasst werden konnten.

Die endgültigen drei Lieder, über die das Publikum abstimmen kann, werden von einer 20-köpfigen internationalen Jury ausgewählt, was auf gemischte Reaktionen stößt. Kritiker bemängeln, dass die Jury populäre Acts von der Abstimmung ausschließen könnte, während SWR-Programmdirektor Clemens Bratzler erklärt, dass das System ein aussagekräftiges Stimmungsbild der internationalen Musikbranche liefern soll. Ziel ist es, den stärksten Song und Auftritt zu ermitteln, unabhängig von Prominenz oder Social-Media-Reichweite. Die Umstände um die Abstimmung sind also nicht ganz unproblematisch, doch die Spannung bleibt hoch.

Sarah Engels: Die Gewinnerin des deutschen Finals

In der letzten Woche triumphierte Sarah Engels mit ihrem Song „Fire“ und wird Deutschland somit beim ESC 2026 vertreten. Der Wettbewerb findet am 16. Mai 2026 in Wien statt und wird live im Ersten sowie in der ARD Mediathek übertragen. Engels, die 33 Jahre alt ist und aus Köln stammt, überzeugte sowohl die internationale Jury als auch die Zuschauer im Publikumsvoting. Ihr Song steht für Empowerment, Zusammenhalt und Selbstbestimmung und spiegelt damit einen zeitgemäßen Geist wider.

Die Liveshow wurde von prominenten Gästen wie Carolin Kebekus, Paola Felix und Hans Sigl begleitet, während Michael Schulte ein Medley der beliebtesten deutschen ESC-Songs präsentierte. Moderiert wurde die Veranstaltung von Barbara Schöneberger und Hazel Brugger. Für alle, die den ESC verfolgen möchten, wird die Countdown-Show bereits um 20:15 Uhr beginnen, bevor das Finale um 21:00 Uhr startet.

Ein Blick auf den Vorentscheid und die Herausforderungen

Der Vorentscheid für den ESC findet am Samstag, den 28. Februar 2026, statt. Von den neun Teilnehmern werden nur zwei in deutscher Sprache singen: BELA mit „Herz“ und das Duo Ragazzki mit „Ciao Ragazzki“, während alle anderen Interpreten ihre Songs auf Englisch präsentieren. Diese Entscheidung spiegelt den Trend wider, dass seit der Abschaffung des Sprachgebots im Jahr 1999 Englisch die dominierende Sprache beim ESC ist. Deutschland hat in den letzten Jahren jedoch schwache Ergebnisse erzielt, was die Frage aufwirft, ob eine Rückbesinnung auf die deutsche Sprache für zukünftige Wettbewerbe von Vorteil wäre.

In den 1980er Jahren erreichte Deutschland fünfmal das Siegertreppchen, und alle Titel wurden in deutscher Sprache gesungen. Doch seitdem haben andere Länder mit Beiträgen in ihrer Landessprache Erfolge gefeiert, was die Diskussion um die nationale Identität und Vielfalt beim ESC neu entfacht. Mehr als 160 Millionen Menschen weltweit verfolgen jährlich das ESC-Finale, und es bleibt spannend zu sehen, wie sich Deutschland in dieser Tradition positionieren wird.

Für weitere Informationen zu den Abstimmungsergebnissen und dem bevorstehenden ESC lohnt sich ein Blick auf die umfassenden Berichte, die unter esc-kompakt.de und swr.de zu finden sind. Auch die Diskussion um die Sprache beim ESC wird ausführlich behandelt, wie in einem Artikel bei tagesschau.de.