Der Pier 22 in der Donaustadt ist auf dem besten Weg, zu einer der beliebtesten Freizeitoasen Wiens zu werden. Nach einer umfassenden Sanierung, bei der das Gerüst um den ikonischen Leuchtturm abgebaut wurde, erstrahlt dieser nun in neuem Glanz. Andrea Hofbauer, die Besitzerin des Leuchtturms, hat dafür gesorgt, dass das Bauwerk, das seit 1997 auf der Donauinsel steht und ursprünglich als Requisite für die Bregenzer Festspiele in den 1980ern diente, einen frischen Anstrich erhält. In der Vergangenheit war der Leuchtturm häufig Ziel von Graffiti, doch bald wird ein Street-Art-Künstler ein großflächiges Graffitimotiv gestalten, das bis zum nächsten Saisonstart fertiggestellt sein soll. Die letzte Bauphase des Pier 22 soll im Frühling 2026 abgeschlossen werden.
Die Umgestaltung des gesamten Areals umfasst 13.000 Quadratmeter und wird mit einem Budget von 26,9 Millionen Euro realisiert. Neben dem Leuchtturm wird auch ein neuer Basketballkäfig sowie eine Sportlandschaft eingerichtet, die bereits im Herbst 2025 früher als geplant fertiggestellt wurden. Ab 2026 wird das „Insel-Restaurant“ mit italienischer Küche eröffnet, um die gastronomischen Angebote am Pier 22 zu erweitern. Die ersten zwei festen Lokale, das „Café Pier 22“ und das „Outdoor Café“, sind bereits eröffnet und bereichern das Freizeitangebot am rechten Ufer der Donauinsel.
Ein Freizeitparadies entsteht
Die Umgestaltung der ehemaligen Sunken City zum Freizeitareal „Pier 22“ zielt darauf ab, eine Freizeitoase mit konsumfreien Zonen, Restaurants, freien Badezugängen und Liegeflächen zu schaffen. Seit dem 17. Oktober 2025 steht ein frei zugängliches Sportfeld mit regensicherem Dach zur Verfügung, das zahlreiche Besucher anzieht. Im Sommer 2025 erfreuten sich Zehntausende Gäste an dem umgestalteten Areal an der Neuen Donau. Der zweite Bauabschnitt umfasst eine Fitnesslandschaft sowie gratis Sitz- und Liegeflächen auf 8.000 Quadratmetern und wird im Frühling 2026 abgeschlossen.
Die geplanten Einrichtungen beinhalten neben den bereits erwähnten Sportflächen und Restaurants auch freizügige Wasserzugänge mit Plattformen, barrierefreie Badeplattformen mit begrünten Inseln, Duschen und einen kindgerechten Flachwasserbereich. Diese Maßnahmen werden das Areal weiter aufwerten und zu einem beliebten Ziel für Familien und Sportbegeisterte machen.
Graffiti als Kunstform
Ein interessantes Element der Neugestaltung ist die Auseinandersetzung mit Graffiti, die in der Vergangenheit oft als Vandalismus angesehen wurde. Doch Graffiti hat sich zu einer bedeutenden Kunstform entwickelt, die nicht nur den öffentlichen Raum belebt, sondern auch gesellschaftliche Themen aufgreift. Wie eine aktuelle Analyse zeigt, bietet Graffiti Künstlerinnen und Minderheiten eine Plattform, die sie sonst möglicherweise nicht hätten. Oft wird die Kunstform als Dekoration wahrgenommen, jedoch ist ihre gesellschaftliche Relevanz nicht zu unterschätzen. Sie kann Normen durchbrechen und auf Missstände aufmerksam machen, was besonders in urbanen Räumen von Bedeutung ist.
So wird der Leuchtturm am Pier 22 nicht nur ein Wahrzeichen, sondern auch ein Symbol für den Wandel und die kulturelle Vielfalt, die den öffentlichen Raum prägen. Die Verbindung von traditioneller Architektur und zeitgenössischer Kunst wird das Freizeitareal zu einem unverwechselbaren Ort in Wien machen. Mehr Informationen zur Umgestaltung des Pier 22 finden Sie in der Quelle und zur Graffiti-Kunst in der Quelle.