Neue WC-Anlage am Badeteich: Rekordkosten nach Vandalismus!

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am

Donaustadt investiert 545.000 Euro in neue Toiletten am Badeteich Hirschstetten nach Vandalismus, um Besucherkomfort zu sichern.

Donaustadt investiert 545.000 Euro in neue Toiletten am Badeteich Hirschstetten nach Vandalismus, um Besucherkomfort zu sichern.
Donaustadt investiert 545.000 Euro in neue Toiletten am Badeteich Hirschstetten nach Vandalismus, um Besucherkomfort zu sichern.

Neue WC-Anlage am Badeteich: Rekordkosten nach Vandalismus!

Der Bezirk Donaustadt in Wien investiert eine stolze Summe von 544.888,97 Euro in eine neue Sanitäranlage am Badeteich Hirschstetten. Diese Maßnahme wird nach dem Vandalismus, der in der Silvesternacht 2023 die alte Toilette zerstörte, dringend benötigt. Ein Bölleranschlag ließ die Metalltür der alten Anlage – die fortan nur noch in der Erinnerung existiert – mit einem Knall mehr als 25 Meter durch die Luft fliegen. Glücklicherweise gab es dabei keine Verletzten, doch die zahlreichen Besucher des Popularorts mussten fast zwei Badesaisons lang mit Provisorien auskommen.

Die angestrebte Neubau-Investition hat jedoch nicht nur erfreuliche Reaktionen hervorgebracht. Die politische Debatte über die steigenden Baukosten öffentlicher Projekte ist entfacht. Neben der beeindruckenden Summe für die neue Toilette wird auch der Quadratmeterpreis thematisiert, der sogar denjenigen von privaten Luxusimmobilien übersteigt. Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy (SPÖ) hat die Kosten als marktüblich verteidigt, während die Magistratsabteilung 48 auf die allgemein gestiegenen Material- und Baukosten verweist.

Kostenaufstellung

Die Kosten für die neue Sanitäranlage setzen sich aus verschiedenen Einzelposten zusammen, die das Projekt enorm verteuern:

  • Sanitärmodule: knapp 196.000 Euro
  • Baumeisterarbeiten: über 177.000 Euro
  • Dachkonstruktion: rund 47.000 Euro
  • Abbruch und Entsorgung der alten Toilette: 35.000 Euro
  • Fassadenbegrünung: 1.300 Euro

Die neue Anlage wird als zeitgemäß, barrierefrei und robust beschrieben und umfasst zwei Pissoirs, eine Behindertenkabine sowie eine Unisex-Toilette. Diese Infrastruktur ist unbedingt erforderlich, um der hohen Besucherfrequenz des Naherholungsgebiets gerecht zu werden.

Politische und öffentliche Reaktionen

Die hohen Kosten der Sanitäranlagen haben bei den Wienern für Diskussionen gesorgt. Ein Leser äußerte Unverständnis darüber, dass die Summe für eine Toilettenanlage in die Höhe schießt, während vergleichbare Ausgaben für ein Einfamilienhaus nur gering ausfallen. Diese Stimmung könnte in den kommenden Wochen zusätzlichen politischen Druck auf die Stadtverwaltung ausüben, um notwendige Reformen im Vergabewesen voranzutreiben.

Die anhaltenden Diskussionen über herausfordernde Finanzierungsstrukturen in der öffentlichen Infrastruktur sind nicht neu. Auch international wird auf unzureichende Investitionen in die öffentliche Infrastruktur hingewiesen. Einblicke aus Deutschland zeigen, dass dieser Sektor von einer gesamtwirtschaftlichen Investitionsquote von gerade einmal 14% geprägt ist. Die Herausforderungen, denen auch Wien gegenübersteht, sind nicht nur das Resultat gestiegener Baupreise, sondern auch ein Zeichen für einen längst überfälligen Investitionsbedarf in die öffentliche Infrastruktur.

Abschließend bleibt festzuhalten, dass trotz aller aufkommenden Fragen und Diskussionen, die zeitgemäße und robuste Sanitärinfrastruktur am Badeteich Hirschstetten ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist. Es ist zu hoffen, dass diese neue Anlage den Ansprüchen der Besucher gerecht wird und künftige Vorfälle dieser Art verhindert werden können.