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Heute ist der 24.03.2026. In Wien gibt es eine Fülle von verborgenen Gärten, die oft im Schatten der großen Sehenswürdigkeiten stehen. Diese einzigartigen Gartenanlagen sind nicht nur grüne Oasen, sondern auch Zeitzeugen der Geschichte der Stadt. In der neuen Dokumentation von Patrice Fuchs werden genau diese außergewöhnlichen, meist unzugänglichen Gärten in Wien beleuchtet. Die Doku zeigt, wie Gärtner oftmals in Generationen denken und wie die Pflanzen über ihre Schöpfer hinaus bestehen können.

Zu sehen sind unter anderem der barocke Hinterhofgarten in der Lerchenfelder Straße im 8. Bezirk, der Innenhofgarten im 7. Bezirk sowie der Schulgarten Kagran mit dem Rothschild-Heizhäuschen und dem sogenannten „Monet-Garten“. Besonderes Augenmerk gilt auch dem Gemeinschafts-Dachgarten auf einem Gemeindebau am Handelskai in der Leopoldstadt. Diese Gärten erinnern an den Glanz der Wiener Bourgeoisie des späten 19. Jahrhunderts und zeigen eine beeindruckende Kombination aus moderner Gartenkunst und der Geschichte dieser Anlagen. Weitere Details zur Doku finden Sie in der Quelle hier.

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Die Geschichte der Wiener Gärten

Wien hat eine lange Tradition in der Pflege von Gartenanlagen. Bereits im Mittelalter gab es ausgedehnte Grünflächen, die vor allem für den Anbau von Nutzpflanzen wie Wein, Obst und Gemüse genutzt wurden. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelten sich jedoch auch Ziergärten, die dem Hof und später dem wohlhabenden Bürgertum vorbehalten waren. So entstanden im 16. Jahrhundert die ersten Lust- und Ziergärten, die sich durch geometrische Formen auszeichneten, geprägt von italienischen Einflüssen.

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Besonders im 18. Jahrhundert wurden bedeutende Gartenanlagen wie der Schlosspark Schönbrunn und der Botanische Garten unter Maria Theresia gestaltet. Im 19. Jahrhundert kam es dann zu einer neuen Welle der Gartengestaltung, als der landschaftliche Garten als Reaktion auf die zuvor vorherrschenden architektonischen Gärten entstand. Diese historischen Entwicklungen sind nicht nur Teil der Wiener Identität, sondern auch der Ursprung vieler der heute versteckten Gartenanlagen. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Ein Blick in die Gegenwart

Die Dokumentation von Patrice Fuchs ist Teil der zweiten Staffel der Serie „Erbe Österreich“ und bietet einen tiefen Einblick in die noch immer bestehenden Gärten der Bourgeoisie des späten 19. Jahrhunderts. Diese Anlagen sind nicht nur Erbe vergangener Zeiten, sondern auch ein lebendiges Zeugnis für die Entwicklung der Gartenkunst in Wien. Die Doku zeigt eindrucksvoll, dass die Schönheit dieser Gärten auch heute noch für die Öffentlichkeit von Bedeutung ist. Sie laden dazu ein, die grünen Rückzugsorte zu entdecken, die oft im Verborgenen liegen, und sich an der harmonischen Verbindung von Natur und Geschichte zu erfreuen.

Die Pflege dieser Gartenanlagen obliegt dem Stadtgartenamt, das auch für die Grünflächen in den Wohnanlagen verantwortlich ist. In einer Stadt wie Wien, die reich an Geschichte und Kultur ist, sind diese Gärten ein unverzichtbarer Bestandteil des urbanen Lebens.