Die Boxerin Isis Sio (19) hat nach einer schweren K.o.-Niederlage das Krankenhaus verlassen. Nach dem Kampf gegen ihre Gegnerin Jocelyn Camarillo (21) wurde Sio in ein künstliches Koma versetzt, da er ernsthafte Komplikationen auftraten. Angehörige bestätigten, dass Sio große Fortschritte macht. Nach 44 Sekunden im Ring fiel sie zu Boden, nachdem sie mehrere harte Treffer zum Kopf erhalten hatte. Erfreulicherweise ist Sio inzwischen wieder wach, spricht und atmet selbstständig und wurde vom Beatmungsgerät genommen. Ihre Familie äußerte Dankbarkeit für die Unterstützung und Gebete aus der Box-Community und von Fans weltweit. Mehr dazu hier.
Die Welle an Anfeindungen gegen Camarillo bereitet Sio große Sorgen. Sie appelliert an ihre Fans, ihre Gegnerin nicht anzugreifen, und betont, dass sie „nur Respekt und Anerkennung“ für Camarillo hat. Letztere hat in ihrer Karriere eine Bilanz von sieben Siegen und vier Niederlagen. Camarillo selbst äußerte auf Instagram, dass sie seit ihrem K.o.-Sieg massiv angegriffen wird und dass sie niemandem im Ring etwas Schlimmes wünsche. Sie ist erleichtert, dass es Sio besser geht und betont die Gefahren des Sports. Auch sie wird von Jake Pauls Most Valuable Promotions vertreten, die Sios Fortschritt überwachen. Weitere Informationen finden Sie hier.
Die Risiken des Boxsports
Boxen ist nicht nur ein Sport, der Geschick und Stärke erfordert, sondern birgt auch ernsthafte Risiken, insbesondere für das Gehirn. Wiederholte Schläge gegen den Kopf können schwerwiegende kurzfristige und langfristige Schäden verursachen. Die Gefahren sind nicht zu unterschätzen: Fälle wie der der mexikanischen Boxerin Jeanette Zacarias Zapata, die im August 2021 nach Schlägen im Kampf starb, verdeutlichen dies eindrücklich. Neurologen warnen davor, die Sicherheit im Boxen nur auf anekdotische Beweise zu stützen. Hier erfahren Sie mehr über die Risiken.
Die Wahrscheinlichkeit, dass Boxer an chronisch-traumatischer Enzephalopathie (CTE) leiden, ist alarmierend hoch. Schläge können die Blutversorgung des Gehirns unterbrechen und langfristige Schäden verursachen. Experten raten zu präventiven Maßnahmen, um Hirnschäden zu minimieren, darunter eine gute Deckung, verbesserte Reflexe und die Auswahl erfahrener Sparringpartner. Trotz der Risiken wird Boxen oft als Kunstform betrachtet, und der Sport hat viele treue Anhänger. Dennoch fordern Ärztevereinigungen in einigen Ländern ein Verbot des Profiboxens, um die Gesundheit der Athleten langfristig zu schützen.



