Am 24. Februar 2026 fand in der Donaustadt das Event „Das, was wirklich zählt“ von NEOS statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das Thema „Kindergarten Neu Denken“ im Rahmen der NEOS Wien Kampagne. Die erfahrene Bildungspolitikerin und Elementarpädagogin Dolores Bakos war als Gastrednerin eingeladen und hielt einen Impulsvortrag über die Erfolge, die seit der Regierungsbeteiligung von NEOS in Wien erzielt wurden.

Bakos betonte in ihrem Vortrag die grundlegende Bedeutung der frühkindlichen Bildung für Chancengerechtigkeit und Zukunftsperspektiven. Zu den wesentlichen Erfolgen zählen Verbesserungen in der Ausbildung von Pädagog:innen, die Sicherung der Qualität durch Inklusion als Regelform für alle Kinder und das Projekt „Bildungschancen“, das digitale Hilfsmaterialien für Betreuer:innen bereitstellt. Darüber hinaus wurde die Stärkung der Wertevermittlung in der frühkindlichen Bildung hervorgehoben.

Zukünftige Schwerpunkte der frühkindlichen Bildung

Die Diskussion während der Veranstaltung brachte viele neue Besucher:innen zusammen, insbesondere aus dem Bereich der Elementarpädagogik. Zukünftige Schwerpunkte, wie die Aufwertung des Berufsbildes der Elementarpädagog:innen, die Schaffung von mehr Zeit für die Arbeit mit Kindern durch administrative Entlastung sowie eine frühere und gezieltere Sprachförderung, wurden ebenfalls angesprochen. Zudem wurde die Notwendigkeit neuer, transparenter Förderstrukturen betont.

Ein zentrales Thema der Diskussion war der Betreuungsschlüssel, also das Verhältnis von Pädagog:innen zu Kindern, sowie die Herausforderungen in Inklusionsgruppen. Die Teilnehmenden äußerten sich auch zu den Unterschieden zwischen städtischen und privaten Kindergärten und den fehlenden Ressourcen für Vorbereitung und Elterngespräche. Ein offenes, lösungsorientiertes und respektvolles Gesprächsklima prägte die Veranstaltung.

Inklusion als Schlüssel zur sozialen Teilhabe

Inklusion spielt nicht nur in Wien, sondern auch im deutschen Bildungssystem eine zentrale Rolle. Die Qualifizierung pädagogischer Fachkräfte ist entscheidend für die Umsetzung von Inklusion. Die Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention hat die Bedeutung von Inklusion in Bildungsinstitutionen weiter erhöht. Der Inklusionsgedanke fördert soziale Zugehörigkeit und Partizipation in den frühen Lebensjahren. Zahlreiche Projekte und Expertisen, wie die Reihe „Qualifizierung für Inklusion“, befassen sich mit den Herausforderungen, die in der Frühpädagogik bestehen, und bieten wertvolle Unterstützung für die inklusive Entwicklung in Tageseinrichtungen (Bildungsserver).

Die Notwendigkeit einer erweiterten Zusammenarbeit für die Teilhabe aller Kinder wurde in der Diskussion ebenfalls hervorgehoben. Der „Index für Inklusion“ bietet hierbei eine nützliche Unterstützung. Ein Beispiel ist das sächsische Landesmodellprojekt „Inklusion in Kindertagesstätten – Eine Kita für alle“, das ein Praxishandbuch mit Erfahrungsberichten und Übungen veröffentlicht hat. Diese Initiativen zeigen, dass der Weg zur inklusiven Bildung zwar herausfordernd, aber notwendig ist.

Gemeinsame Verantwortung für die Bildung der Jüngsten

Die NEOS setzen sich für echte Chancengerechtigkeit für alle Kinder ein und arbeiten eng mit Pädagog:innen, Eltern, Expert:innen und der Politik zusammen. Die Verbesserung der Arbeitsbedingungen für frühpädagogische Fachkräfte ist dabei ein zentrales Anliegen. Eine Arbeitsgruppe (AG) Frühe Bildung wurde gegründet, um die Qualität der Angebote bundesweit zu verbessern und die Begleitung der Kinder in Kitas und Kindertagespflege zu fördern (Frühe Chancen).

Fazit: Die frühkindliche Bildung ist nicht nur eine Frage der individuellen Förderung, sondern auch eine gesellschaftliche Verantwortung. Nur durch eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten können wir die Herausforderungen meistern und eine inklusive, chancengerechte Bildung für alle Kinder gewährleisten.