Heute ist der 28.02.2026 und die Diskussion rund um den Video Assistant Referee (VAR) im österreichischen Fußball bleibt ein heißes Eisen. Trotz finanzieller Bedenken, die in den letzten Monaten immer wieder laut wurden, hat die Bundesliga entschieden, den VAR für die nächsten acht Saisonen sowohl in der Bundesliga als auch im UNIQA ÖFB Cup fortzuführen. Der neue TV-Vertrag brachte weniger Geld als erhofft, was die Debatte um den Verzicht auf die umstrittene Technologie weiter anheizte. Doch die Einigung zwischen dem Fußballbund und der Bundesliga zur Senkung der Kosten hat schließlich zu einer positiven Wende geführt.

Die neue technische Partnerschaft mit dem deutschen Unternehmen Sportec Solutions ist ein zentraler Punkt dieser Einigung. Ab der kommenden Saison wird das Unternehmen, das bereits in vielen internationalen Ligen wie der deutschen Bundesliga, der spanischen La Liga, der portugiesischen Liga und der US-amerikanischen MLS tätig ist, der technische Dienstleister für den VAR in Österreich. Christian Ebenbauer, der Ligavorstand, hebt hervor, dass die Einführung des VAR den Fußball gerechter gemacht hat. Diese Aussage wird von Ali Hofmann, dem Leiter der Schiedsrichterabteilung des ÖFB, unterstützt, der die Zusammenarbeit mit der Liga als positives Gesamtpaket sieht.

Der VAR und seine Funktionsweise

Der VAR, der seit der Saison 2021/22 in der ADMIRAL Bundesliga im Einsatz ist, soll dazu beitragen, Schiedsrichterentscheidungen zu überprüfen und somit den Fußball gerechter zu gestalten. Er arbeitet mit einem eigenen Assistenten (AVA) und einem Operator im Video-Assist-Center, wobei die Entscheidungen in vier spezifischen Fällen überprüft werden können: bei Toren, Elfmeterentscheidungen, direkten roten Karten und Spielerverwechslungen. Dies sorgt nicht nur für mehr Fairness, sondern auch für ein erhöhtes Vertrauen in die Schiedsrichter.

Die Möglichkeit, die Szene am Spielfeldrand selbst zu überprüfen, wird von vielen Schiedsrichtern geschätzt. In dieser Saison sorgten die VAR-Entscheidungen bereits für einige hitzige Diskussionen, insbesondere im Europacup. Hier gab es in Deutschland jüngst mehr negative Schlagzeilen über das VAR-System als in Österreich, was die Debatte um seine Zukunft zusätzlich anheizt.

Die Zukunft des VAR in Österreich

Die Entscheidung, den VAR langfristig in Österreich zu etablieren, kann als starkes Signal für die Zukunft des Profifußballs gesehen werden. Christian Holzer, der CEO von Sportec Solutions AG, betont das Vertrauen in die Technologie und die operative Qualität, die das Unternehmen mitbringt. Der Vertrag gilt für acht Spielzeiten, mit einer einmaligen Ausstiegsoption nach vier Saisonen, was den Vereinen eine gewisse Flexibilität bietet.

Insgesamt scheint die Einigung, die den VAR in Österreich sichert, auch in Zeiten finanzieller Unsicherheiten ein Schritt in die richtige Richtung zu sein. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Technologie weiterentwickelt und welche Auswirkungen sie auf die Spielkultur im Fußball haben wird. Doch eines ist klar: Der VAR ist gekommen, um zu bleiben, und wird weiterhin ein zentrales Thema im heimischen Fußball bleiben.

Für weitere Informationen über den VAR und seine Funktionsweise, können Sie die ausführliche Erklärung auf bundesliga.com nachlesen.

Quellen: Peter Linden, Sportec Solutions