Heute ist der 11.04.2026. In letzter Zeit häufen sich die Berichte über gezielte Sabotageakte im Schienenverkehr, die nicht nur die Sicherheit der Passagiere gefährden, sondern auch den Bahnverkehr erheblich stören. Laut einer umfassenden Liste von Anschlägen im Schienenverkehr gibt es zahlreiche Beispiele aus der Vergangenheit, bei denen gezielt Unfälle herbeigeführt oder die Infrastruktur beschädigt wurde. Diese Liste dokumentiert Vorfälle aus verschiedenen Ländern und Zeitperioden, die durch bewusste Sabotageaktionen verursacht wurden.
Zu den historischen Beispielen zählen unter anderem der Anschlag in Schwarzenau, Österreich im Jahr 1875, bei dem mindestens neun Menschen ums Leben kamen, sowie die verheerenden Angriffe in Chillón, Spanien 1884, die 59 Tote forderten. Solche Vorfälle verdeutlichen die gefährlichen Folgen von gezieltem Vandalismus im Schienenverkehr. Doch nicht nur in der Vergangenheit gab es solche Vorfälle; auch heute sind Sabotageakte ein ernstes Thema.
Aktuelle Sabotagefälle
Am 26. September 2025 berichtete die Tagesschau über häufige Meldungen von Sabotagefällen, die zu Streckensperrungen und Verspätungen führen. Dabei ist unklar, ob Gruppen aus Russland oder Linksextreme hinter diesen Anschlägen stecken. Ermittlungen sind im Gange, und die Arten der Angriffe sind vielfältig: von der Durchtrennung von Signalkabeln bis hin zu Brandanschlägen auf Stellwerke. Diese Angriffe können den Bahnverkehr oft über mehrere Tage hinweg stören.
Besonders besorgniserregend ist die hohe Sachkenntnis der Angreifer, wie der Grünen-Sicherheitspolitiker Konstantin von Notz feststellt. Das Bundesinnenministerium hat erklärt, dass es noch zu früh sei, Verdächtige zu benennen, während der Bundesverfassungsschutz einen Anstieg an Aktivitäten aus Russland beobachtet. Der künftige Behördenchef Sinan Selen spricht von „Low-Level-Agents“, die für Ausspähung und Sabotage eingesetzt werden, und Innenminister Alexander Dobrindt bezeichnet diese als neue Bedrohung für die Infrastruktur.
Die Sicherheitslage im Schienenverkehr
Die Deutsche Bahn wird zunehmend zum Ziel für militante Linksextremisten. Ein Beispiel hierfür sind die Anschläge auf der Strecke Duisburg-Düsseldorf, die mit Bekennerschreiben auf linksextremistischen Plattformen in Verbindung stehen. Der NRW-Innenminister Herbert Reul hat die Öffentlichkeit über diese Gefahren informiert, was die Dringlichkeit eines verbesserten Schutzes für kritische Infrastrukturen unterstreicht. EU-Regelungen fordern zudem eine enge Zusammenarbeit der zuständigen Behörden und regelmäßige Lagebilder zur Öffentlichkeit.
Die Situation im Schienenverkehr ist also angespannt und erfordert sowohl von den Betreibern als auch von den Sicherheitsbehörden erhöhte Wachsamkeit. Der Schutz der Infrastruktur und der Passagiere muss höchste Priorität haben, um die Sicherheit im Bahnverkehr langfristig zu gewährleisten.