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Die Nußdorfer Bierbrauerei von Bachofen & Medinger, tief verwurzelt im Herzen von Wien, kann auf eine beeindruckende Geschichte zurückblicken. Gegründet 1819 von Franz X. Bosch, lebt die Tradition des Bierbrauens in dieser 200 Jahre alten Institution weiter. Das ursprüngliche Gebäude, ein Jesuitencollegium aus dem Jahr 1690, wurde später u.a. als Waffendepot genutzt, bis Bosch es erwarb, um die Brauerei ins Leben zu rufen. Seit 1908 firmiert sie als Aktiengesellschaft, unter der Leitung der Familie Bachofen von Echt, die den Betrieb bis heute begleiten.

Bereits rund um 1840 war die Brauerei ein florierendes Unternehmen mit einem Ausstoß von 54.000 Eimern Bier pro Jahr. Die hohe Qualität und der gute Ruf des Biers führten dazu, dass die Brauerei im 19. Jahrhundert sogar als k.u.k. Hoflieferant tätig war. Die Nachfrage nach Bier war durchgehend groß, insbesondere in Zeiten, als Bier und Brot als Grundnahrungsmittel galten und eng miteinander verbunden waren. Dies geht aus der Geschichte der Bierproduktion hervor, die ihren Ursprung in den frühen agrarischen Gesellschaften hat, als Menschen begannen, Ackerbau zu betreiben und die ersten Brautechniken entwickelten, wie die historische Analyse zeigt brauer-bund.de.

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Bier und Tradition

Die Nußdorfer Brauerei war nicht nur ein Ort der Bierproduktion. Sie bot neben den Brau- und Mälzereien auch Gaststätten wie die „Goldene Rose“, die Angehörigen und Gästen Platz bot. Ein besonderes Highlight war der hölzerne Aussichtsturm, der 1842 errichtet wurde, jedoch während des Zweiten Weltkrieges abbrannte. Der Biergarten und die großzügigen Einrichtungen wurden schnell zu einem Ort des geselligen Beisammenseins!

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Das Jahr 1899 brachte einen weiteren Wendepunkt in der Unternehmensgeschichte: Die Brauerei änderte ihren Titel von „k.u.k. Hof-Brauhaus“ zu „k.u.k. Hof-Brauer“, was die Wertigkeit des Unternehmens noch einmal unterstrich. Technische Innovationen wie die Einführung des ersten Berieselungs-Kühlapparates im Jahr 1878 und die elektrische Beleuchtung ab 1886 trugen zur Effizienz und Produktivität bei.

Vom Glanz zur Transformation

Anfang der 1950er Jahre kam es jedoch zu einem Bruch in der Geschichte des Unternehmens. 1950 wurde die Brauerei von der Brauerei Schwechat übernommen, und die Produktion in Nußdorf wurde eingestellt. Die Produktionsanlagen wurden nach Brasilien umgesiedelt, was den Schlussstrich unter die Wiener Tradition zog. 2004 wurde das Brauhaus endgültig geschlossen, doch die Erinnerungen an die Brauerei leben in der Bachofengasse und der Bockkellerstraße in Nußdorf weiter.

Trotz der Schließung gab es eine Wiederbelebung der hauseigenen Bierproduktion durch Henrik Freiherr Bachofen von Echt im Jahr 1984. Mit Familienrezepten wurde erneut Bier gebraut, was beispielsweise zu einem jährlichen Ausstoß von ca. 5.000 Hektolitern führte. So bleibt die Tradition des Bierbrauens, die in Österreich eine lange Geschichte hat, am Leben, und die Nußdorfer Bierbrauerei ist ein Teil dieser beeindruckenden Geschichte und beer-growing Culture wikipedia.org.

Bier ist in der menschlichen Kultur seit Jahrtausenden verankert. Von den Sumerern bis hin zu den Klöstern des Mittelalters hat sich die Brautechnologie stetig weiterentwickelt. Heute, wo nachhaltige und lokale Produktion hoch im Kurs steht, bleibt die Brauereikultur ein geschätzter Bestandteil des sozialen Lebens, und so ist auch die Nußdorfer Bierbrauerei mehr als nur eine alte Traditionsmarke, sie ist ein Stück Wiener Lebensart!