Heute ist der 31.03.2026, und wir blicken auf die lange Geschichte des Freibades in Oerlinghausen zurück, das seit 1896 ein beliebter Ort für Badevergnügen ist. Im Schopketal wurde das Freibad von Bauer Wöstenfeld gepachtet und von freiwilligen Helfern mühevoll mit Hacke und Schaufel ausgehoben. Dank mehrerer Quellen wurde das Becken mit Wasser gefüllt, und trotz des kalten Wassers strömten die Besucher herbei. Umkleidekabinen und ein einfaches Badehaus wurden errichtet, und die strengen Baderegeln schrieben vor, dass Frauen und Mädchen nur an bestimmten Tagen schwimmen durften, während Männer an den anderen Tagen die Ersten im Wasser waren. Die Badebekleidung dieser Zeit war wenig vorteilhaft: Damen trugen Pumphosen, während Männer in Ganzkörperanzügen ins Wasser gingen.

Im Jahr 1910 wurde das Schwimmen für Frauen und Männer gemeinsam möglich, und Kinder konnten auf einem schwimmenden Holzbalken balancieren oder mit Holztonnen schwimmen lernen. Um das Wasser sauber zu halten, wurden Forellen und Karpfen eingesetzt. Doch der Erste Weltkrieg und die Notzeiten führten zu einem Rückgang der Besucherzahlen. 1936 eröffnete das Freibad am Kalkofen, das größere Becken und verbesserte Einrichtungen bot. In den 1950er Jahren wurde es zum gesellschaftlichen Mittelpunkt Oerlinghausens, besonders an heißen Tagen waren die Schwimm- und Planschbecken stark frequentiert.

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Die Entwicklung über die Jahre

Die hygienische Umwälzanlage blieb in den ersten Jahren ein Mangel, und die Bademeister mussten Chlor zur Wasserreinigung verwenden. Eine umfassende Renovierung folgte 1967, die knapp zwei Millionen Mark kostete und das Freibad modernisierte. 1970 erhielt das Bad eine Heizung und es wurde eine Gaststätte errichtet. Die DLRG-Ortsgruppe förderte Schwimmkurse und Veranstaltungen, die das Angebot weiter bereicherten. Historische Ereignisse wie die „Nacht der 1.000 Lichter“ im Jahr 1956 mit Laternen, Clowns und Paddelwettkämpfen prägten das Freibad als wichtigen Ort der Freizeitgestaltung.

Doch der Rückgang der Badegäste und die schadhaften Becken führten dazu, dass das Freibad nach der Badesaison 2022 dauerhaft geschlossen wurde. In dieser Zeit war das Freibad im Teutoburger Wald nicht mehr nur ein Ort des Schwimmens, sondern auch ein Vorzeigemodell für Sommerfreude und ein bedeutender Ort für die Oerlinghauser:innen, die hier ihre ersten Kopfsprünge machten, Sommerferien und Familiennachmittage erlebten und Schwimmabzeichen erwarben. Die Stadtwerke Oerlinghausen haben als Alternative das Hallenbad in Helpup ganzjährig geöffnet.

Die Zukunft des Freibades

Die Notwendigkeit zur Erneuerung des Freibades war offensichtlich, insbesondere im Hinblick auf Energieeffizienz, Barrierefreiheit und Sicherheit. Der Neubau des Freibades wurde beschlossen, und die Eröffnung ist für 2027 geplant. Damit wird nicht nur die Tradition des Schwimmens in Oerlinghausen fortgeführt, sondern auch ein modernes und zeitgemäßes Freizeitangebot geschaffen, das den Bedürfnissen der heutigen Zeit gerecht wird.

Für weitere Informationen und Details zur Geschichte des Freibades in Oerlinghausen können Sie die umfassende Berichterstattung auf NW.de und die aktuellen Entwicklungen auf Stadtwerke Oerlinghausen nachlesen.