Ein Rundgang durch die Wiener Gastlichkeit – das „Häuserl am Stoan“ im Wienerwald ist nicht nur ein Ort für hungrige Seelen, sondern auch ein Rückzugsort für viele, die die Natur und die traditionelle Küche lieben. Gerüchte besagen, dass der Charme des Wirtshauses seit seiner Eröffnung im Jahr 1923 unverändert blieb. Der Blick vom Gastgarten erstreckt sich über die Stadt und lässt Besucher die Hektik des Alltags vergessen. Wenn dann noch ein Teller Linsen mit Spiegelei (9,90 €) serviert wird, ist der Abend perfekt. Aber das ist nicht alles, was dieses Wirtshaus zu bieten hat.
Gegründet von Maria und Johann, hat das „Häuserl am Stoan“ eine bewegte Geschichte, die bis ins Jahr 1923 zurückreicht. Heute ist Andreas Fitzka, ein langjähriger Vertrauter des Hauses, am Ruder und bringt seine Erfahrungen seit 1985 in die Küche ein. Seine Tochter Yvonne ist bereit, die Familientradition fortzusetzen. Dies gibt dem Betrieb nicht nur eine persönliche Note, sondern auch das Gefühl von Beständigkeit, das viele Gäste schätzen.
Eine Speisekarte mit Tradition
Die Speisekarte des Wirtshauses ist ein Highlight für Liebhaber der traditionellen österreichischen Küche. In der wechselnden Auswahl finden Gäste Klassiker, die oft nicht auf der Karte stehen. Der Chef lässt sich gerne von saisonalen Produkten inspirieren. Es ist bekannt, dass täglich bis zu 50 Kilo Kartoffeln für die verschiedenen Gerichte geschält werden. Pommes frites gibt es hier nicht, stattdessen stehen bodenständige Alternativen wie G’selchtes mit Kraut und Knödel (14,50 €) auf dem Programm. Andreas und sein Team legen Wert auf Regionalität und Qualität – und das merkt man jedem Gericht an.
Eine interessante Ergänzung sind die Tiere, denen Andreas ebenfalls seine Aufmerksamkeit widmet. Hühner, Ziegen und Schafe gehören zum Wirtshaus und schaffen eine besondere Atmosphäre im Garten, der mit etwa 300 Sitzplätzen genug Raum bietet, um auch größere Gruppen zu bewirten.
Die Neuigkeiten rund um Wienerwald
Parallel zu den alten Traditionen gibt es auch wispernde Neuigkeiten in der Gastronomie. Die Schnellrestaurantkette Wienerwald, die 1955 in München gegründet wurde und vor allem für ihre Hähnchenprodukte bekannt ist, hat einen bemerkenswerten Wandel durchgemacht. Zu Zeiten ihrer Blüte hatte sie 1978 über 700 Restaurants in Deutschland und Österreich, doch mit dem Wandel der Zeit ging es steil bergab. Die letzte Niederlassung unter dieser Marke in Deutschland schloss 2023. Aktuell schaffte es die Kette, die Ende 2025 erneut Insolvenz anmelden musste, 2022 noch auf 12 Standorte zu kommen, bevor auch diese schnell verschwanden. Der Werbeslogan „Heute bleibt die Küche kalt, wir gehen in den Wienerwald“ ist mittlerweile nur noch Nostalgie.
Die turbulente Geschichte von Wienerwald ist ein Beispiel dafür, wie schnelllebig die Gastronomie sein kann, während das „Häuserl am Stoan“ seinen eigenen, unveränderten Weg weiter geht. Hier ist mehr als nur Essen geboten – es ist ein Stück Historie, das weiterhin von Generation zu Generation weitergetragen wird.
Besuchen Sie das „Häuserl am Stoan“ und lassen Sie sich von der charmanten Atmosphäre und der traditionellen Küche begeistern. Wie heißt es so schön: „Im Herzen Wienerwald subbricht die Tradition!“