Am Nordwestbahnhof in Wien schreiten die Abbrucharbeiten voran, um Platz für das neue Stadtentwicklungsgebiet zu schaffen. Dieses Projekt, das eine Fläche von rund 44 Hektar umfasst, soll bis 2028 ein bedeutendes Stadtviertel hervorbringen. Geplant sind Wohnungen für etwa 16.000 Menschen sowie rund 4.700 Arbeitsplätze. Ein zentrales Element des Plans ist die etwa zehn Hektar große „Grüne Mitte“, die als Erholungsraum dienen soll. Die Umsetzung erfolgt in Kooperation mit den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und zielt darauf ab, ein modernes, klimafreundliches und sozial durchmischtes Wohn- und Arbeitsviertel zu schaffen. Der Rückbau der alten Gebäude ist ein wichtiger Schritt in der nachhaltigen Quartiersentwicklung, wobei etwa 95 Prozent der abgetragenen Materialien verwertet werden sollen. Mehr Informationen finden Sie in unserem Artikel auf Mein Bezirk.

Das Gelände des Nordwestbahnhofs, das früher als Güterumschlagplatz diente, ist das letzte große innerstädtische Entwicklungsgebiet in Wien. Mit der Schaffung dieses neuen Stadtteils, der die Bezirke Brigittenau und Leopoldstadt zwischen Donau, Donaukanal und Augarten verbinden wird, wird auch eine Barriere zwischen dem Augarten und der Dresdner Straße aufgehoben. Ein positiver Bescheid zur Umweltverträglichkeitsprüfung liegt bereits vor, und die ersten Wettbewerbe für die Gestaltung eines Bildungscampus, Gemeindebauten und Grünflächen sind in Planung. Der Baubeginn für die ersten Wohnbauten ist für 2027 angestrebt, während der Bildungscampus bis 2028 fertiggestellt werden soll.

Nachhaltige Planung und innovative Technologien

Die Planung des neuen Stadtviertels setzt auf innovative Ansätze, um eine nachhaltige und klimaresiliente Entwicklung zu gewährleisten. Dazu gehören Begrünungen, ein durchdachtes Regenwassermanagement und der Einsatz eines Qualitätsbeirats. Um die Transparenz und die Zusammenarbeit in den Planungsprozessen zu fördern, kommen digitale Zwillinge zum Einsatz. Diese Technologien ermöglichen eine frühzeitige Betrachtung der Entwürfe und deren Auswirkungen auf die Umgebung. So werden wichtige Kennzahlen wie Wohnraum, Arbeitsplätze und Energiebedarf bereits in frühen Planungsphasen quantifiziert.

Ein weiteres Highlight wird der geplante Highline-Park sein, der die ehemalige Zulaufstrecke der Nordwestbahn in einen attraktiven Freizeitbereich verwandelt. Zudem ist eine neue Straßenbahnlinie 12 in Planung, die das Areal ab 2029 durchqueren soll. Das gesamte Projekt zielt darauf ab, eine lebendige Gemeinschaft zu schaffen, in der nicht nur Wohnraum, sondern auch Platz für Büro-Schwerpunkte, Geschäfte und Gastronomie vorgesehen sind. Bis Ende 2024 wird zudem eine Industriehalle temporär für Kulturveranstaltungen genutzt, um die kulturelle Vielfalt im neuen Stadtviertel zu fördern.

Insgesamt zeigt das Projekt am Nordwestbahnhof, wie durch nachhaltige Stadtplanung und den Einsatz moderner Technologien eine zukunftsfähige Entwicklung realisiert werden kann. Es ist ein Beispiel dafür, wie innovative Ansätze dazu beitragen, urbanen Raum lebenswert zu gestalten und gleichzeitig ökologische Aspekte zu berücksichtigen. Für weitere Informationen über nachhaltige Stadtplanung und digitale Technologien besuchen Sie unsere Quelle auf Where Next.